Die Fachärztezentrum Frankfurt GmbH wird das Zentrum am Riedbergplatz nur noch bis Ende September führen.
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Die Fachärztezentrum Frankfurt GmbH wird das Zentrum am Riedbergplatz nur noch bis Ende September führen. 

Riedberg

Eingeschränkter Praxisbetrieb am Riedberg

  • vonBrigitte Degelmann
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Personeller Engpass im Fachärztezentrum. Die Fachärztezentrum Frankfurt GmbH wird das Zentrum am Riedbergplatz nur noch bis Ende September führen.

Das Fachärztezentrum am Riedberg kommt nicht zur Ruhe. Seit einigen Wochen läuft der Betrieb nur noch eingeschränkt, vor allem in der Gynäkologie sowie in der Abteilung Neurologie und Psychiatrie. Der Betreiber begründet das mit personellen Engpässen.

Anfang Mai gab die Fachärztezentrum (FÄZ) Frankfurt GmbH bekannt, dass sie das Zentrum am Riedbergplatz nur noch bis Ende September führen will. Begründet wurde das mit einer „strategischen Neuausrichtung“. Das bedeute aber nicht das Ende des Standorts im Frankfurter Nordwesten, man suche lediglich einen neuen Betreiber, hieß es. Man sei um einen möglichst reibungslosen Übergang bemüht.

Wer jedoch in diesen Tagen mit dem FÄZ am Riedberg telefonieren will, erreicht nur einen Anrufbeantworter. Die Ansage informiert darüber, dass die Kinderabteilung von 6. bis 27. Juli geschlossen ist und dass sich die Gynäkologie lediglich um Akutpatientinnen kümmere. Im Bereich Neurologie und Psychiatrie würden außerdem nur noch diejenigen behandelt, die bereits Termine vereinbart hätten.

„Leider kam es in den vergangenen Wochen aufgrund von Kündigungen und Krankmeldungen bei den Ärzten und den medizinischen Angestellten zu einem Personalengpass, den wir nicht erwartet haben“, bestätigt Brigitte Ziegelmayer, Sprecherin der Stiftung Hospital zum Heiligen Geist, zu der die FÄZ Frankfurt GmbH gehört. Trotz der Einstellung zweier Aushilfen habe man die Ausfälle nicht kompensieren können. „Diese Entwicklung führte in den letzten Wochen zu einer Einschränkung des Praxisbetriebes“, sagt Ziegelmayer. „Trotz massiver Bemühungen der Geschäftsführung, zusätzliches Personal einzusetzen, das die Ärzte vor Ort aktuell unterstützt, ist es derzeit sehr schwierig, die Praxis in der gewohnten Qualität zu führen. Wir bedauern diese Entwicklung sehr und hoffen, zeitnah eine gute Lösung für unsere Patienten zu finden“, so Ziegelmayer.

Gespräche mit Interessenten

Derzeit verhandle man mit Kaufinteressenten über eine Lösung für die Arztsitze Gynäkologie, Kinder- und Jugendmedizin sowie Psychotherapie, voraussichtlich zum 1. Oktober, so Ziegelmayer: „Denkbar ist dabei sowohl eine Übernahme der Sitze durch die bisher am Fachärztezentrum angestellten Ärzte in Eigenregie als auch durch Dritte.“ Für die Sitze Gynäkologie und Psychotherapie seien bei der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen Bewerbungen eingegangen – von zwei angestellten Ärzten und der Therapeutin sowie von externen Ärzten. Für die Praxis für Jugendmedizin gebe es einen externen Bewerber.

Das Ärztezentrum gibt es seit 2011. Fünf Mediziner sind dort tätig: ein Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, zwei Gynäkologinnen, eine Neurologin und eine Ärztin für Neurologie und Psychiatrie. Zudem praktiziert dort eine Psychotherapeutin.

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