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Am KaRi lernt es sich anders

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Von: Sabine Schramek

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Das Schullieter-Team zeigt eine Performance zur Eröffnung der IGS Kalbach-Riedberg.
Das Schullieter-Team zeigt eine Performance zur Eröffnung der IGS Kalbach-Riedberg. © Rüffer

Riedberg Drei Jahre nach dem ersten Spatenstich wurde das 57 Millionen-Euro-Gebäude der IGS Kalbach-Riedberg an der Gräfin-Dönhoff-Allee jetzt offiziell eröffnet

KaRi wird die IGS Kalbach-Riedberg liebevoll von ihrer Schulgemeinde genannt. Der oft steinige Weg bis zur offiziellen Eröffnung war nicht leicht, doch er hat sich gelohnt. „Isn’t she lovely“ von Stevie Wonder klingt am Dienstagabend jazzig vom Swingberg Trio in der Aula, die eine Akustik wie ein Konzertsaal hat.

In dem Gebäude, das für 57 Millionen Euro Platz für 600 Schülerinnen und Schüler in zwölf Klassen zum Lernen bietet, ist einiges anders als an anderen Schulen. Statt Klassenzimmer gibt es Lernhäuser, viel Glas mit Blick auf die Skyline und in den Taunus, helles Holz und Beton, bunte Böden, Dreieckstische, die im Kreis aufgestellt werden können, und ein Schulleiter-Team, das das Unmögliche möglich gemacht hat.

Statt langer Reden zeigen die sechs Frauen und Männer eine Performance. Schulleiterin Susanne Gölitzer, ihre Stellvertreterin Mareike Klauenflügel und vier weitere schleppen Steine auf die Bühne und stapeln sie. „Individualität“, „Rausgehen“, „Willkommen“, „Freiheit“, „Courage“, „Offenheit“, „Inklusion“, „Zuhause“, „Vielfalt“ und „Selbständigkeit“ steht auf ihnen. Mit Humor zeigen sie den Prozess des Baus und dass es sich lohnt, keine Angst zu haben, wenn man Neues wagt.

Zu Eseln, Kühen und Schweinen im großen Pausenhof haben sie es nicht geschafft, aber zu einem Huhn. „Das liegt mumifiziert in der Zeitkapsel“, so Gölitzer augenzwinkernd. Es wurde 2018 von Schülerinnen dun Schülern in einem Projekt zum antiken Ägypten gemacht und bei Baubeginn 2019 unter der Aula vergraben.

Gekocht wird in der integrierten IGS frisch vom ASB Catering in der eigenen Küche mit großer Glasscheibe. „Am liebsten mögen Kinder Nudeln mit Tomatensauce, aber natürlich gibt es jede Menge gesunde Abwechslung“, so Oliver Quick, der ab dem 1. Oktober täglich ein vegetarisches Gericht, Fisch, Fleisch oder Veganes brutzelt.

In Lernhäusern können Kinder der 5. und 6. Klassen gemeinsam in großen hellen Räumen lernen und Kinder jahrgangsübergreifend von der 7. bis 10. Klasse. Englisch, Französisch und Spanisch sind dabei, es gibt Fächer wie „Verantwortung“, „Sprache und Kommunikation“ und „Ästhetische Bildung“.

„Wir haben das Lernen neu erfunden und erfinden es immer noch neu“, so Gölitzer. „Die KaRi ist eine Schule für alle. Auch für Kinder mit Lernproblemen und Entwicklungsstörungen oder Kinder, die mehrere Sprachen im Rucksack haben.“

Sylvia Weber (SPD), Dezernentin für Bildung, Immobilien und Neues Bauen, lobt den Neubau und das Konzept an der Gräfin-Dönhoff-Allee. Auf dem 14 000 Quadratmeter großen Campus gibt es eine Zwei-Felder-Sporthalle für den Stadtteil außerhalb des Unterrichts, einen Pausenhof sowie ein Beratungs- und Förderzentrum der Jugendhilfe. 2016 wurde der Wettbewerb ausgeschrieben. Das Architektenbüro h4a hatte den Zuschlag bekommen.

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