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Alle 30 Minuten ein neues Motiv beim Riedberger Puzzle-Tag

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Von: Alexandra Flieth

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Marita Schumacher, Ralf Kleinschmidt und Stephanie Wu arbeiten beim Puzzeln zusammen.
Marita Schumacher, Ralf Kleinschmidt und Stephanie Wu arbeiten beim Puzzeln zusammen. © Alexandra Flieth

Erster Puzzle-Tag in der evangelischen Kirchengemeinde. Die Motive bestehen aus je 500 Teilen, alle 30 Minuten werden die Plätze gewechselt.

Im Saal der evangelischen Kirchengemeinde ist es an diesem Nachmittag ruhig, und doch sind die Stühle, die dort um die Tische aufgestellt stehen, alle besetzt. Es wird konzentriert gearbeitet, besser gesagt gepuzzelt, denn die Gemeinde hat zum 1. Riedberger Puzzle-Tag geladen.

„Puzzeln ist ja eigentlich eher ein einsames Hobby“, sagt Caroline Wornath, die die Idee zu der Veranstaltung hatte. „Ich selbst habe während der Corona-Pandemie damit angefangen.“ Auf der Suche nach Gleichgesinnten sei sie im Internet auf ein Forum gestoßen, in dem auch das gemeinsame Puzzeln aufgegriffen wurde. „Dabei geht es immer nur um den Spaß an der Sache und nicht darum, sich in einen Wettbewerb zueinander zu stellen“, fügt sie an.

Wornath, die auch Teil des Kirchenvorstandes ist, erzählt, dass sie zunächst im Gremium nachgefragt habe, wer von den Mitgliedern gerne puzzele. Schnell hätten sich vier weitere Frauen gefunden. „Wir haben dann im vergangenen Jahr mit wenigen Leuten aus der Gemeinde einen ersten, nicht-offiziellen Testlauf eines Puzzle-Tages gemacht. Das hat von mittags bis 22 Uhr gedauert“, sagt Wornath.

Während der Sohn nun für alle Teilnehmendem Pizza macht, greift die Mutter zum Mikrofon, denn nach 30 Minuten wechseln die Teilnehmer die Tische und damit auch das Puzzle, an dem sie zuvor noch zusammen mit zwei bis drei weiteren Personen gearbeitet haben. „Turn-Table-Tisch“ nennt sich dieses Prinzip des Plätze-Tauschs.

Jedes Puzzle, das auf den Tischen liegt, hat 500 Teile, und einige davon stellen tatsächlich aufgrund ihres Motives eine große Herausforderung dar. Dazu zählt auch das Exemplar, an dem Andreas Woitun und Gemeindemitglied Dagmar Balzer sitzen. Dabei müssen sie ein Kunstwerk der australischen Ureinwohner, der Aborigines, zusammensetzen. Es ist abstrakt und besteht vor allem aus Punkten, Linien und Farbflächen. Da müssen die einzelnen Teile erst einmal nach Mustern geordnet werden.

Für Dagmar Balzer hat das Puzzeln etwas Meditatives. „Als meine Kinder noch klein waren, haben wir Zuhause viel gepuzzelt“, erzählt sie. Und ergänzt: „Wenn man erst einmal damit angefangen habe, kann man meist nicht mehr damit aufhören.“ Das sei wie mit einem guten Buch.

Wer nach dem Puzzeln noch immer nicht die Lust verloren hat, kann auf dem Puzzle-Flohmarkt bei Birgit Schaufler vom Kirchenvorstand eine neue Herausforderung für daheim erwerben. Der Erlös kommt Kindern in einem Schulsozialprojekt in Guatemala zugute.

Birgit Schaufler vom Kirchenvorstand verkauft für den guten Zweck gespendete Puzzles.
Birgit Schaufler vom Kirchenvorstand verkauft für den guten Zweck gespendete Puzzles. © flieth

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