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Sportdezernent Markus Frank.

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Am Kaiserlei bauen – jetzt

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Frankfurt hat keine Zeit mehr. Vor allem die Skyliners brauchen die neue Halle. Daher darf die Diskussion über den Standort nicht von vorne beginnen.  Ein Kommentar von Georg Leppert.

„Zurück auf Los!“, fordert die Linke bei der Planung der Multifunktionsarena. Doch genau das darf nicht passieren. Denn eines übersehen Linke und andere politische Kräfte, die nun mit den Plänen für eine Arena am Flughafen sympathisieren: Die Sportstadt Frankfurt hat keine Zeit mehr. Die Halle muss nun gebaut werden, eine jahrelange Neuplanung auf einem ganz neuen Gelände kann sich die Stadt schlicht nicht leisten.

Insbesondere die Basketballer der Skyliners brauchen jetzt eine neue Halle, ansonsten wird es sie bald nicht mehr geben. Zumindest nicht in Frankfurt. Die Konkurrenz von Vereinen, die in modernen Arenen spielen und deshalb ganz andere wirtschaftliche Möglichkeiten haben, wird immer größer. 

Jahrelang wurde ihnen gesagt, dass der Bau einer Halle unmittelbar bevorstünde. Es wäre beschämend und unfair, ihnen jetzt zu erzählen, dass man doch lieber über eine Gelände am Flughafen verhandelt, bei dem etwa die Verkehrsanbindung offen ist.

Markus Frank muss Investor Lagardère die Pistole auf die Brust setzen

Insofern ist es richtig, dass Sportdezernent Markus Frank am Standort Kaiserlei festhält. Aber er muss dem Investor Lagardère jetzt die Pistole auf die Brust setzen. Die Fakten liegen auf dem Tisch: Die von dem Unternehmen geforderte städtische Bürgschaft wird es nicht geben. 

Lesen Sie auch: Opposition stellt Halle am Kaiserlei infrage

Die Lagardère-Verantwortlichen sollen jetzt sagen, ob sie die Halle bauen oder nicht. Winken sie ab, bleiben als letzte Lösung Gespräche mit der Anschütz-Gruppe, die ebenfalls Interesse hatte. Klappt auch das nicht, ist Frankfurt eben keine Sportstadt mehr.

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