Käthe-Kollwitz-Schule in Frankfurt

Der Kaiser kehrt heim

  • schließen

Die Käthe-Kollwitz-Schule in Frankfurt erhält eine Kopie ihres berühmten Gemäldes von der Krönungsprozession, entstanden 1968.

Es war eine Sternstunde der Kultur für die ganze Stadt, aber auch besonders für Zeilsheim: Als vor einem Jahr der Neubau des Historischen Museums eröffnet wurde, hing dort unter anderem: die „Kaiserkrönung“, ein buntes Prozessionsbild aus Schülerhänden. Jetzt, 50 Jahre nach seiner Entstehung im Jahr 1968, kehrt es zurück zu seinen Wurzeln – oder zumindest eine Kopie davon.

Am Freitag hat die Käthe-Kollwitz-Schule in der West-Höchster Straße den edlen Druck feierlich in Empfang genommen, im Beisein einiger Künstlerinnen und Künstler von einst aus der dritten Klasse. Schulleiterin Bettina Schaper lobte besonders den unermüdlichen Einsatz des Lehrers mit dem denkwürdigen Namen Friedrich Ebert. Er inspirierte die kleinen Künstler seinerzeit zu dem enorm stimmungsvollen Bild, öffnete manchen die Augen für perspektivisches Malen – zumindest gab er ihnen eine Ahnung davon mit auf den Weg.

Die Klasse war damals mit Feuereifer dabei, machte Überstunden am Nachmittag und gewann verdientermaßen einen Preis beim sogenannten Frankfurter Wettbewerb. Aber vor allem war es Ebert, der es schaffte, dass das Bild erst ins Museum kam – und nun, in etwas kleinerer Fassung als das zwei Quadratmeter große Original, in die Kollwitz-Schule. Der Dank aller Beteiligten war dem inzwischen 85-Jährigen am Freitag gewiss.

Schulleiterin Schaper ging besonders darauf ein, dass der Römerberg vor 50 Jahren noch völlig anders aussah; es gab noch nicht die jüngst eröffnete „neue Altstadt“, noch nicht einmal die Ostzeile gegenüber dem Rathaus. Auch damals, 1968, seien viele bewegte Menschen durch die Altstadt gezogen – aber aus anderen Gründen als heute.

Ganz unerwartet, so Schaper, habe das bunte Bild heute, nach 50 Jahren, wieder einen aktuellen Bezug, denn der Krönungsweg ist in aller Munde.

Ein Wiedersehen mit ihrem Werk hatten die Kreativen schon im vorigen Jahr bei der Eröffnung. Ein Wiedersehen mit dem Entstehungsort gab es nun am Freitag, garniert von einer kleinen Vorführung der Klassen 4a und 4b, Kaffee, Kuchen und einem gemeinsamen Rundgang durch die Zeilsheimer Grundschule.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare