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Justiz zieht nächstes Jahr nach Niederrad

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Von: Stefanie Wehr

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Bürogebäude im Lyoner Quartier dienen als Übergangslösung während Sanierung und Neubau in der Innenstadt

Der Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen mietet künftig 16 450 Quadratmeter Bürofläche in der Hahnstraße 25 und der Hahnstraße 31 bis 35 im Lyoner Quartier, um dort übergangsweise die Frankfurter Justiz unterzubringen. Deren Gebäude an der Konstablerwache werden saniert beziehungsweise abgerissen und neu gebaut.

Die Bürogebäude in bester Lage im Lyoner Quartier liegen nur einen Katzensprung vom S-Bahnhof Niederrad entfernt und gehören der Union Investment. Mietbeginn ist laut einer Mitteilung der Investmentgesellschaft der DZ-Bank der 1. April 2023. Der Vertrag habe eine Laufzeit von zwölf Jahren.

Medienberichten zufolge ziehen vor allem die knapp 300 Mitarbeiter:innen der Staatsanwaltschaft des Frankfurter Landgerichts im Sommer 2023 dorthin um. Deren Gebäude in der Innenstadt wird abgerissen, ein neues soll innerhalb von drei Jahren am selben Ort errichtet werden.

Das Bürogebäude an der Hahnstraße 31 bis 35 wurde nach Angaben der Investmentgesellschaft 1982 erbaut, die Union Investment vermietet es seit 2003 unter dem Namen „Ginqo“. Im Jahr 2015 wurde es saniert. Die vom Land angemietete Fläche im Gebäude beträgt 3100 Quadratmeter.

Der größere Teil befindet sich im benachbarten, 1988 erbauten Bürogebäude in der Hahnstraße 25/Goldsteinstraße 145. Dort verteilen sich rund 13 350 Quadratmeter Bürofläche auf sieben Geschosse, die das Land komplett anmietet. Eine Kantine gibt es dort nicht, nur eine Cafeteria ist geplant, die auch öffentlich zugänglich sein soll.

Dem Vernehmen nach verlassen die Mitarbeiter:innen des Gerichts eher ungern die Stadtmitte in Richtung ehemaliger Bürostadt. Für viele bedeutet der Umzug auch, dass sie zwischen beiden Standorten pendeln müssen, da Strafverhandlungen weiterhin an der Konstablerwache geführt werden. Haftzellen für Angeklagte, die in Untersuchungshaft sitzen, sowie Verhandlungssäle können aus Sicherheitsgründen nicht in einem Bürogebäude errichtet werden und werden deshalb weiterhin am bisherigen Standort genutzt. Sämtliche zivile Verhandlungen jedoch werden in der Interimszeit in Niederrad geführt. Denn auch die Zivilabteilung des Amtsgerichts zieht 2023 an die Hahnstraße.

Manche Mitarbeiter:innen freuten sich dem Vernehmen nach aber auch auf mehr Parkplätze und über die bessere Erreichbarkeit des Lyoner Quartiers. Außerdem sollten die Büros mit neuen Möbeln ausgestattet werden. Das Mobiliar in den bestehenden Justizgebäuden sei in die Jahre gekommen.

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