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Justiz-Marathon um Rennbahn-Räumung zieht sich

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Von: Georg Leppert

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Die Pferde laufen hier schon lange nicht mehr, doch um die Rennbahn in Frankfurt gibt es immer noch juristischen Streit.
Die Pferde laufen hier schon lange nicht mehr, doch um die Rennbahn in Frankfurt gibt es immer noch juristischen Streit. © dpa

Im Berufungsverfahren musste ein für Donnerstag angesetzter Termin auf den 26. Juni verschoben werden, weil ein Vorstandsmitglied des Renn-Klubs nicht vernehmungsfähig ist.

Im Gerichtsverfahren um die Zukunft der Pferderennbahn in Frankfurt-Niederrad kommt es einfach zu keiner Entscheidung. Am Montag hat das Oberlandesgericht den nächsten Prozesstag erneut verschoben. Statt wie geplant am kommenden Donnerstag soll nun am 26. Juni verhandelt werden.

Grund dafür ist die Erkrankung von Carl-Philip Graf zu Solms-Wildenfels. Das Vorstandsmitglied des Rennklubs hatte sich bei einem Unfall eine Verletzung zugezogen und ist derzeit nicht verhandlungsfähig. Auf sein Erscheinen könne nicht verzichtet werden, sagte eine Gerichtssprecherin der dpa: „Der Senat erwägt, den gesamten Vorstand zu hören, um die Umstände des Vertragschlusses, insbesondere die der Kündigungsklausel zu klären.“

Baudezernent Jan Schneider (CDU) reagierte verärgert. „Das ist absurd, das ist grotesk“, sagte er im Gespräch mit der FR. Der Rennklub habe drei Vorstandsmitglieder, hinzu kämen zwei Anwälte. Die Prozesspartei sei deshalb ausreichend vertreten. „Was passiert, wenn demnächst ein anderes Vorstandsmitglied krank wird – wird der Prozess dann wieder um vier Wochen verschoben?“, fragte Schneider.

Die Stadt Frankfurt verlangt vom Rennklub, das Gelände zu räumen. Das Areal ist an den Deutschen Fußball-Bund verpachtet, der darauf seine Akademie bauen will.

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