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Hans Romanov in einem Nebenraum seiner neuer Party-Location in der Elbestraße 49.

Hans Romanov

Hans ist zurück im Bahnhofsviertel

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Nach 30 Jahren ist Partymacher-Legende Romanov wieder dort, wo alles begann - und eröffnet einen neuen Club in der Elbestraße.

Ein Nachbarhaus von Hans Romanovs neuster Party-Location ist das Laufhaus mit dem hübschen Namen „Komm“. Das andere das Eros-Center, das mit den „Top Girls“, wie es auf dem Werbeschild geschrieben steht. Eros_49 nennt nun der Yachtklub-Macher sein neustes Baby. 

Die Eröffnung ist an diesem Samstag um 22 Uhr in der Elbe-straße 49. Statt Top Girls gibt es hier Topmusiker. „Jede Stunde gibt es einen neuen DJ“, erzählt Romanov. Die Frankfurter Partymacher-Legende ist zurück – zurück im Bahnhofsviertel. 

Hier, wo der gelernte Industriekaufmann und ehemalige Masseur mit 30 Jahren im Jahr 1987 anfing, coole Partys zu veranstalten. Ein langer, beleuchteter Flur – genau hier plant Romanov Kunstausstellungen zu machen – führt zur Treppe mit den vielen Stufen. Diese führen runter zu der sehr langen Bar und dem Tanzbereich. 400 Quadratmeter ist die Location groß. Alles ist rot und plüschig. Auch die Sitzgelegenheiten an der Seite. „Das Plüschige mag ich sehr und meine Gäste mögen das auch“, sagt Romanov und lächelt. 

Auf einer kleinen Bühne in der Mitte des Raums stehen Poledance-Stangen. „Bei mir werden hier die DJs auflegen. Und wenn meine Gäste Lust haben, können sie die Stangen natürlich auch zum Tanzen nutzen. Das ist auch schon passiert“, erzählt Romanov und lacht. Im Frühjahr gab es hier schon zwei Testabende. 

Yachtklub in Sachsenhauen wird es weiterhin geben

Die Einrichtung ist aber nicht etwa Romanovs eigener verrückten Interieur-Fantasie entsprungen. Denn er bespielt die Location nur freitags und samstags. Ansonsten bleibt der „Black Russian Club“, eine Nachtclub-Bar für Junggesellenabende. „Ich habe aber auch sonst nie einen Klub neu gebaut, sondern immer eine bestehende Location, die mir gefallen hat, übernommen und dann dort eben Partys veranstaltet.“ 

In der Karlstraße 17 hatte er seinen ersten eigenen Klub, das „Maxim“. „Dort, wo heutzutage der Karlson Club ist.“ Seitdem sei viel passiert. Viele Partys und immer wieder neue Klubs, die er immer mit K schreibt. Durch einen Zufall ist er wieder im Bahnhofsviertel gelandet. „Ich habe vor einem Jahr einen alten Bekannten wiedergetroffen, der hat mir die Location angeboten“, erzählt er. 

In dieser Woche feierte Romanov seinen 60. Geburtstag. „Ich war immer schon der Opi bei meinen Partys. Auch als ich mit 30 anfing, waren alle immer jünger“, sagt der gebürtige Berliner.
„Früher dachte ich immer, 60 ist furchtbar alt, aber jetzt bin ich selbst plötzlich 60.“ An Rente sei als Selbstständiger gar nicht zu denken. „Irgendwas werde ich immer machen, und ich hoffe es werden immer genug Leute kommen, denen das, was ich mache, gefällt.“

Seine Sommerlocation, den Yachtklub am Sachsenhäuser Ufer, wird es weiterhin geben. Bislang ist Romanovs Fangemeinde, die so zwischen 25 und 50 sei, ihm treu. „Ich mache keine Teeniepartys: Es gibt alles von Jazz bis Elektromusik. Nur Chartmusik wird man bei mir nie zu hören bekommen.“ 

Und was wäre, wenn Justin Bieber hier mal singen wollte? „Er dürfte singen, aber nur, wenn er dazu an der Stange tanzt.“

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