Bus und Bahn

Jusos wollen kostenlose Jahreskarte in Frankfurt

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Wer sein Auto abmeldet, soll ein Jahr gratis im öffentlichen Nahverkehr in der Stadt fahren können.

Frankfurter, die ihr Auto abmelden, sollen in der Stadt ein Jahr lang kostenlos Bus und Bahn fahren können. Das fordern die Frankfurter Jusos, die einen Klimaschutzplan vorgestellt haben. „Wir wollen Anreize für den Klimaschutz schaffen“, sagte Jusos-Sprecher Simon Witsch. Er rechnet mit 4000 bis 5000 Auto-Abmeldungen pro Jahr, dem stünden rund vier Millionen Euro für die Jahreskarten gegenüber. Langfristig würden auf diese Weise zusätzlich Fahrgäste gewonnen, sagte er.

Gleichzeitig soll der öffentliche Nahverkehr „schnellstmöglich“ auf Ökostrom umgestellt werden, sagte Witsch, der die Frankfurter Grünen wegen der „Zurückstellung auf den schmutzigen Kohlestrom“ kritisierte. Unter dem grünen Stadtrat Stefan Majer schloss die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) ab 2014 einen Vertrag mit dem Energieversorger Mainova über den Bezug von Kohlestrom für U-Bahnen, Straßenbahnen und Gebäude. Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) hat inzwischen angekündigt, den Vertrag, der Ende dieses Jahres ausläuft, nicht zu verlängern, und den Betrieb wieder auf Ökostrom umzustellen.

Weiterhin schlagen die Jusos vor, das Kohlekraftwerk West bis 2025 abzuschalten oder auf Gas umzustellen, das Kohlekraftwerk im Industriepark Griesheim zum Gaskraftwerk umzubauen, Solaranlagen bis 2030 auf allen städtischen Gebäuden zu errichten, Wasserstoff- und E-Busse bis 2030 auf allen Linien einzuführen, den Stadtwald bis 2025 mit 10 000 Bäumen aufzuforsten, die Nebenstraßen der Zeil bis 2025 mit Ausnahme des Lieferverkehrs autofrei zu machen, Ladesäulen für E-Autos aufzubauen, Carsharing in den Stadtteilen zu erweitern und die Radentscheid-Forderungen umzusetzen.

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