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Andrea Nahles

Politik

Jusos fordern Kurswechsel

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Nahles-Rücktritt ist nach Ansicht der Frankfurter Jusos  nicht genug.  Ein Kurswechsel müsse her.

Der Rücktritt von Andrea Nahles als SPD-Partei- und Fraktionsvorsitzende reicht nach Ansicht der Frankfurter Jusos bei Weitem nicht aus, um die SPD wieder zum Erfolg zu führen. Sie fordern als Reaktion auf die miserablen Wahlergebnisse eine „wirkliche Neuaufstellung“ der Partei. „Es geht um mehr als Andrea Nahles, es geht um die Existenz der Sozialdemokratie“, sagt Juso-Sprecher Simon Witsch. „Es darf jetzt nicht bei einem Austausch einer Person bleiben, die Partei muss auf den Kopf gestellt werden.“

Dabei machen sich die Jusos für einen radikalen Kurswechsel stark. Die SPD müsse für einen demokratischen Sozialismus kämpfen, „sich auf ihre Wurzeln besinnen und wieder zu einer linken, progressiven Partei entwickeln“, verlangen Witschs Vorstandskollegen Myriam Heilani und Lukas Schneider.

In einem Fahrplan fordern die Jusos zunächst die Verschiebung der Wahl des Fraktionsvorsitzes und eine Interimslösung für die Parteispitze. Dafür schlagen sie den hessischen SPD-Vorsitzenden Thorsten Schäfer-Gümbel vor. Er sei unter den stellvertretenden Bundesvorsitzenden am besten geeignet, weil er im Oktober aus der Politik ausscheide. Eine Doppelspitze für Partei und Fraktion soll nach Vorstellung der Jusos per Mitgliederentscheid gewählt werden. Bei einem vorgezogenen Bundesparteitag müsse dann der Ausstieg aus der großen Koalition beschlossen werden.

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