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Die 3. Damenmannschaft des 1. Frauen-Fußball-Clubs eint die Freude am Sport.
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Die 3. Damenmannschaft des 1. Frauen-Fußball-Clubs eint die Freude am Sport.

Frankfurt-Rödelheim

Mit jungen Talenten an die Spitze

  • Sonja Thelen
    VonSonja Thelen
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Beim 1. FFC geht es um Meisterschaftstitel und den Spaß am gemeinsamen Sport. Der Club ist mit sieben deutschen Meisterschaften und vier Europapokalsiegen der erfolgreichste Frauenfußballverein in Deutschland.

Die Flutlichtanlage taucht den Trainingsplatz am Brentanobad in helles Licht. Gut 15 Frauen drehen dort an jenem Abend ihre Runden, stellen sich in einer Gruppe auf, dehnen die Muskeln, lachen hin und wieder. Die dritte Mannschaft des 1. FFC macht sich bereit zum Trainingsspiel.

Im Gegensatz zum ersten, sehr erfolgreichen Team des bekannten Frauen-Fußball-Clubs, steht hier weniger die Deutsche Meisterschaft im Vordergrund. Es ist vielmehr der Spaß am Spiel und am gemeinsamen Sport. „Wir haben schon einen Anspruch an uns, aber ohne zu großen Druck“, sagt Trainerin Stefanie Engel. Seit zweieinhalb Jahren coacht sie die 3. Frauen-Mannschaft. Das sind gut 20 Frauen, zwischen 16 und 35 Jahre alt. Viele sind Studentinnen oder berufstätig.

Stefanie Engel kam selbst als Spielerin zum 1. FFC. Das war vor elf Jahren. Dann packte sie der Ehrgeiz, Trainerin zu werden. Die 30-Jährige machte die B-Lizenz, die sie auch für die Hessenliga als Coach berechtigt. Dreimal die Woche ist Training. Zweimal auf dem Platz am Brentanobad und einmal in der Sporthalle in Kalbach, in der sie vor allem an der Kondition und Technik feilt.

„Es ist ein sehr aktiver und harmonischer Kader“, lobt Engel ihr Team, während die Spielerinnen sich kurze Pässe zuspielen. „Die Lage hier in Rödelheim ist sehr gut. Im Sommer laufen wir viel durch die Parks und an der Nidda entlang“, schildert Engel, die tagsüber als Pharmazeutisch-Technische Assistentin in einer Apotheke arbeitet.

Gut aufgehoben fühlen sich auch Julia Morlok und Alexandra Werwitzke beim 1. FFC. Die 19-jährigen Studentinnen kamen als junge Mädchen zum Club. Bis dahin hatten sie in gemischten Teams gekickt. „Aber irgendwann wird das wegen der körperlichen Entwicklung problematisch“, findet Julia Morlok. Ihre Mitspielerin Alexandra nickt: „Hier in Rödelheim haben wir unsere eigenen Kabinen. Und das Verständnis unter Frauen ist oft einfacher.“

Als sich der 1. FFC 1998 gründete, verlegte er seinen Spielbetrieb von Praunheim ins Stadion am Brentanobad. Heute hat der Club gut 430 Mitglieder. Neben den drei Frauen-Mannschaften in der 1. und 2. Bundesliga sowie in der Hessenliga gibt es drei Jugendmannschaften: U15, U16 und U17. „Wenn die Mädchen noch jünger sind, ist es für sie aus sportlicher Sicht besser, gemeinsam mit Jungs zu trainieren und zu spielen. Das fördert das Durchsetzungsvermögen und die Kraft“, erläutert Sprecher Dirk Zilles.

Auch wenn es keine jüngeren Teams in den eigenen Reihen gibt, „verstehen wir uns durchaus als Talentschmiede“, sagt er. Stets werde Ausschau nach begabten jungen Spielerinnen gehalten, „die wir dann zu uns holen“. So wie aktuell Tanja Pawollek. Sie kam von der SG Rosenhöhe und spielt jetzt in der 1. Mannschaft des FFC. Ein Aufstieg. Der Club ist mit sieben deutschen Meisterschaften, neun Pokalsiegen und vier Europapokalsiegen der erfolgreichste Frauenfußballverein in Deutschland und Europa.

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