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Junge Stimmen auf dem Weihnachtsmarkt

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Von: Frank Kuhn

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Auch die Kinder aus der Kita Himmelsstürmer aus Rödelheim singen insbrünstig mit.
Auch die Kinder aus der Kita Himmelsstürmer aus Rödelheim singen insbrünstig mit. © Monika Müller

Siebenhundert Kindergarten- und Schulkinder nehmen am traditionellen Adventssingen auf dem Römerberg teil.

Trotz der eisigen Kälte ist der Platz vor dem Römer am Donnerstagvormittag gut gefüllt. Da erklingen nicht nur bekannte Weihnachtsklassiker wie etwa „Gloria in Excelsis Deo“ oder „Maria durch ein Dornwald ging“, sondern auch ein cooler „Weihnachtswünscherap“. Denn auch in diesem Jahr haben sich zahlreiche Frankfurter Schul- und Kindergartenkinder zum traditionellen Adventssingen zusammengefunden.

Von der Liebfrauenschule aus der Innenstadt sind sogar so viele Kinder da, dass nicht einmal alle einen Platz auf der Bühne finden. Und die Schülerinnen und Schüler der Schwarzburgschule aus dem Nordend sind alle mit rot-weißen Weihnachtsmützen angereist – rot blinkende Adventssterne inklusive.

Die Zuschauer bestehen vorwiegend aus Eltern und Großeltern, von denen viele den Auftritt ihrer Kleinen mit dem Smartphone aufnehmen. Aber auch einige Passanten halten an und lauschen den Kinderstimmen. Bei „Kling Glöckchen“ ist dann das Publikum gefragt, es wird von den kleinen Sängerinnen und Sängern lautstark zum Mitmachen aufgefordert.

Selbst internationale Weihnachtslieder können die Kinder schon singen, darunter das griechische „To Chimona“ und das schwedische „Tomtarnas Julnatt“ (die Wichtelweihnacht), begleitet werden die Stücke jeweils von einem Akkordeonspieler. In diesem Jahr sind etwa 700 Kinder aus 15 Frankfurter Kitas und Grundschulen mit von der Partie. 

Ein zweiter Auftritt findet heute um 10 Uhr auf dem Römerberg statt. Das Adventssingen ist eine Aktion der Initiative „Primacanta – jedem Kind seine Stimme“. Als musikpädagogisches Programm für Kitas und Grundschulen soll Primacanta den Kindern helfen, ihre eigenen musikalischen Fähigkeiten zu entdecken und zu entwickeln. 

Primacanta setzt deshalb bereits bei den Dreijährigen an und wird später in der Grundschule fortgeführt. Dafür erhalten die Lehrer und Erzieher extra eine rund zweijährige musikpädagogische Fortbildung. Das gemeinsame Singen und Musizieren soll so früh wie möglich in den Alltag der Kinder integriert werden. Seit November gibt es das Projekt in ganz Hessen.

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