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Jugendliche erholen sich von der Pandemie

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Von: Sandra Busch

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Den Jugendlichen geht es laut einer Studie besser als noch vor acht Monaten.
Den Jugendlichen geht es laut einer Studie besser als noch vor acht Monaten. © Julian Stratenschulte/dpa

Einer Studie der Frankfurter University of Applied Sciences zur mentalen Gesundheit junger Menschen hat ergeben, dass sich Jugendliche von der Pandemie erholen.

Die mentale Gesundheit von Schülerinnen und Schülern hat sich in den vergangenen Monaten deutlich verbessert. Das ist das Ergebnis einer Studie der Frankfurt University of Applied Sciences. Dennoch sei dies kein Grund zur Euphorie, sagt Sven Stadtmüller, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungszentrum Demografischer Wandel, das die Studie vornahm. „Die Belastungswerte liegen noch allesamt über dem Niveau vor der Pandemie, auch wenn dies zum Teil dem allgemeinen Trend eines sinkenden psychischen Wohlbefindens zuzuschreiben ist.“

Die Forschenden hatten bereits zwischen 2014 und 2020 jährlich mehr als 10 000 Schüler:innen der Geburtsjahrgänge 2003 und 2004 befragt: An wie vielen Tagen in der vorigen Woche sie sich traurig, einsam oder unglücklich fühlten, und wie häufig sie gereizt und schlecht gelaunt waren. Dabei befragten sie stets dieselben Jugendlichen. Nach Ausbruch der Pandemie habe das Wohlbefinden der Teilnehmenden empfindlich gelitten, sagt Andreas Klocke, Professor für Allgemeine Soziologie und Studienleiter. Ende 2021 gaben demnach 61 Prozent der befragten Schülerinnen und Schüler an, an mindestens zwei Tagen in der Woche gereizt oder schlecht gelaunt gewesen zu sein, vor der Pandemie waren es 44 Prozent.

Nun, acht Monate später, entspannt sich die Situation der Studie nach wieder. Im August 2022 berichten nur noch die Hälfte der Jugendlichen, an mindestens zwei Tagen in der Woche gereizt oder schlecht gelaunt gewesen zu sein. Die Forschenden verweisen darauf, dass Ende 2021 noch 1450 Schüler:innen – inzwischen Abiturient;innen – an der Befragung teilgenommen hatten, nun nur noch 270. „Es ist vorstellbar, dass sich vorrangig jene Jugendliche an beiden Onlinebefragungen beteiligt haben, denen die Begleitumstände der Pandemie besonders zu schaffen machten“, erklärte Stadtmüller. „Insgesamt deuten die Ergebnisse darauf hin, dass sie sich von den entstandenen Belastungen allmählich erholen.“

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