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Jugendbildungsmesse im Lessing-Gymnasium.

Jugendbildungsmesse

Aus Frankfurt hinaus in die weite Welt

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Die Jugendbildungsmesse berät junge Menschen bei der Wahl ihres Auslandsaufenthalts. Der Erfahrungsaustausch wird gelobt.

Dichtes Gedränge, anregende Gespräche und Unmengen an Informationsmaterial prägen das Bild der Jugendbildungsmesse (JuBI). In der Aula des Lessing-Gymnasiums konnten sich am Samstag Schüler, Auszubildende, Studierende und Eltern über die Vielzahl an Möglichkeiten eines Auslandsaufenthalts informieren. An über 40 Ständen präsentieren sich die verschiedenen Organisationen und ermöglichten in persönlichen Gesprächen mit ehemaligen Programmteilnehmern einen sehr direkten Erfahrungsaustausch. Ob Schüleraustausch, Sprachreise, Au-Pair-Aufenthalt oder Freiwilligendienste, für nahezu jedes Vorhaben ist hier eine passende Organisation vertreten. Ganz dem Motto der Messe entsprechend: Wenn aus Träumen Pläne werden.

Aus diesem Grund haben sich auch die beiden Neuntklässlerinnen Nicole und Sandy aus Großkrotzenburg auf den Weg zur Messe begeben. Nicole plant für das nächste Jahr einen Auslandsaufenthalt in den Vereinigten Staaten. „Ich empfinde die Kultur dort viel offener und herzlicher als hier“, begründet sie ihre Entscheidung. Ihre Freundin Sandy hingegen liebäugelt eher mit einem halbjährigen Aufenthalt in Kanada, „weil ich ein Interesse daran habe, mein Englisch zu verbessern“, wie sie erzählt. Beide zeigen sich mehr als zufrieden mit dem Angebot der Messe und fühlen sich sehr gut beraten. Das liege vor allem daran, „weil man von Leuten beraten wird, die selber schon einen Austausch mit einem der Programme gemacht haben“, lobt Nicole.

Organisiert wird die jährlich stattfindende Jugendbildungsmesse vom unabhängigen Bildungsberatungsdienst „weltweiser“. Ivo Thiemann, Bildungsberater des Unternehmens, zeigt sich sehr zufrieden mit dem bisherigen Verlauf und erzählt, dass das Angebot „von den Besuchern durchgehend positiv angenommen wird“. Den persönlichen Kontakt zu den ehemaligen Teilnehmern an den Beratungsständen bezeichnet er als besonders wichtigen Faktor. Schließlich würde der Großteil der Besucher mit ihrem geplanten Auslandsaufenthalt zum ersten Mal in ihrem Leben von zu Hause weggehen und damit auf sich selbst gestellt sein. Daher sei es nicht nur für die Schüler wichtig, „ein dreifach gutes Gefühl bei der Wahl des Programms zu haben“, wie Thiemann sagt. Ebenfalls die Eltern sollten ein sicheres Gefühl haben, bedeute ein Auslandsaufenthalt ihrer Kinder doch oftmals, dass diese „zum ersten Mal von ihnen loslassen müssen“, wie er zu bedenken gibt.

Eine andere Frage ist die der Finanzierung. Schließlich handelt es sich beim Großteil der Programme um kommerzielle Anbieter, bei denen ein einjähriger Auslandsaufenthalt, zum Beispiel in den Vereinigten Staaten, auch gut und gerne mal um die 10 000 Euro kosten kann. Daher verweist Thiemann auch auf Finanzierungsmöglichkeiten wie das sogenannte Weltbürger-Stipendium oder das Auslands-BAföG für Schüler. „Angesichts der teilweise doch recht hohen Programmkosten würden wir uns perspektivisch jedoch noch deutlich mehr Fördermöglichkeiten wünschen“, so Thiemann abschließend.

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