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Das Jubiläums-Küken neben Altvogel Kelsey.
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Das Jubiläums-Küken neben Altvogel Kelsey.

Tierischer Nachwuchs

Jubiläums-Küken im Frankfurter Zoo geschlüpft

  • Helen Schindler
    vonHelen Schindler
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Freude im Frankfurter Zoo: Ende März kam der zweite Kiwi der Saison zur Welt - es ist der 50. Schlupf der bedrohten neuseeländischen Vögel in Frankfurt.

Der Frankfurter Zoo freut sich über einen Zuchterfolg: Das zweite Kiwiküken der Saison ist geschlüpft - und es ist etwas ganz Besonderes: ein Jubiläumsküken. Denn mit ihm haben seit 1978 50 der hochbedrohten neuseeländischen Wappenvögel im Frankfurter Zoo das Licht der Welt erblickt. 1978 kamen die ersten Kiwis als Geschenk der neuseeländischen Regierung nach Frankfurt.

Die dort heimischen flugunfähigen Vögel sind besonders durch von Menschen eingeführte Tierarten wie Katzen, Hunde, Ratten und Hermeline gefährdet. Zum Schutz der Kiwis werden eingeschleppte Räuber großräumig bekämpft, außerdem wurden unzählige Jungtiere im geschützten Rahmen großgezogen. So konnte der Bedrohungsstatus von zwei der fünf Kiwiarten von „stark gefährdet“ auf „gefährdet“ heruntergesetzt werden.

Im Frankfurter Zoo war es bisher aus Sicherheitsgründen üblich, Kiwieier, die kurz vor dem Schlupf standen, in einen Brutapparat zu legen. Denn gelegentlich, so der Zoo, käme es vor, dass Jungtiere während des Schlupfs versehentlich von den Altvögeln verletzt oder getötet würden.

Doch Kiwiküken 49 und 50, deren Geschlecht noch nicht bestimmt ist und die noch keine Namen haben, konnten auf natürlichem Wege schlüpfen: Die Erfahrung des Tierpflegeteams und eine strenge Überwachung des Brutgeschäfts hätten es erlaubt, die brütenden Väter und ihren Nachwuchs beisammen zu lassen, teilt der Zoo mit. Bei Kiwis sind nämlich die Väter für das Brüten zuständig, Weibchen haben mit der Aufzucht nichts zu tun. Das 50. Küken konnte am 30. März beim Altvogel im Nest schlüpfen und seine ersten Tage dort verbringen.

Zoodirektor Miguel Casares freut sich über die natürliche Aufzucht: „Brüten bei den Kiwis erfordern viel Zeit und Sorgfalt. Die regelmäßige Kontrolle durch die Pflegerinnen und Pfleger sind unsere Kiwis gewöhnt. Sie lassen sich davon nicht aus der Ruhe bringen.“ Um Risiken zu minimieren, würden die Eier ab dem 65. Bebrütungstag alle zwei Tage aus dem Nest genommen und durchleuchtet, um den Zeitpunkt des Schlupfs möglichst genau vorhersagen.

Besucher:innen können den Kiwinachwuchs erst einmal nicht bewundern: Pandemiebedingt ist das Kiwi-Informationszentrum geschlossen.

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