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Stacheldrahtzaun und Reste von Schornsteinen im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau.

Auschwitz.Befreiung

Gedenken an NS-Opfer in Frankfurt

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Zum Internationalen Gedenktag an die Opfer des Holocaust erinnern in Frankfurt Veranstaltungen mehrere Veranstaltungen an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz.

Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Rund um den Internationalen Gedenktag an die Opfer des Holocaust erinnern in Frankfurt diverse Veranstaltungen an die Verbrechen des nationalsozialistischen Regimes und jene, die ihnen zum Opfer fielen.

Neben der zentralen Gedenkstunde der Stadt wird es insbesondere an der Goethe-Universität mehrere Gelegenheiten geben, sich mit der Geschichte auseinanderzusetzen. „Als Studierende in den ehemaligen Gebäuden des IG-Farben-Konzerns ist es uns ein besonderes Anliegen, an die Befreiung Auschwitz’ als Teil einer aktiven Gedenkkultur zu erinnern“, teilt Newal Yalcin vom Asta mit. Die Studierendenvertretung lädt bereits heute zu einer Kundgebung sowie zur Eröffnung einer Ausstellung über den KZ-Arzt Josef Mengele ein, der an der Goethe-Universität promovierte.

Termine

Der Asta der Goethe-Universität lädt für den heutigen Freitag, 26. Januar, ab 11.30 Uhr zu einer Kundgebung auf den Adorno-Platz auf dem Campus Westend ein. Dort und auf dem Wollheim-Platz wird eine Ausstellung den Lebensweg des KZ-Arztes Josef Mengele, sein Wirken an der Goethe-Uni und seine Verbrechen in Auschwitz dokumentieren. Es sprechen Daniel Neumann (Jüdische Gemeinde Hessen), Rinaldo Strauß (Landesverband der Sinti und Roma), Benjamin Ortmeyer (Forschungsstelle NS-Pädagogik), sowie ein Asta-Vertreter.

Das Fritz-Bauer-Institut thematisiert heute um 12 Uhr in der Lobby des PA-Gebäudes, Campus Westend, „Zwangsarbeit unter der NS-Herrschaft“. Es spricht Stefan Hördler, Leiter der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora.

Die Friedensinitiative Rödelheim, die Initiative Stolpersteine, die Arbeiterwohlfahrt und Vereine aus dem Stadtteil halten am Samstag, 27. Januar, um 16 Uhr eine Gedenkstunde am Standort der ehemaligen Synagoge, Inselgässchen.

Die Stadt gedenkt der Opfer des Nationalsozialismus am Sonntag, 28. Januar, um 11 Uhr in der Paulskirche. Nach der Gedenkstunde mit Ansprache von Oberbürgermeister Peter Feldmann wird ein Kranz am Mahnmal für die Opfer der Gewaltherrschaft niedergelegt.

Die Goethe-Universität zeigt von Montag, 29. Januar, bis Freitag, 16. Februar, die Wander-Ausstellung „Die IG Farben und das Konzentrationslager Buna-Monowitz“ im Foyer des PA-Gebäudes am Campus Westend, Führungen am 29. und 31. Januar, jeweils um 17 Uhr.

„Auschwitz ist kein Spezialthema“, betont Benjamin Ortmeyer in seiner letzten Vorlesung vor dem Ruhestand am Donnerstag, 1. Februar, um 18.15 Uhr im Casino, Raum 1.801, Campus Westend.

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