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Fitness-Training bei der TG Bornheim: Jumping mit Übungsleiterin Claudia Hildenbrand.

Fitness-Studios in Frankfurt

Los jetzt, fit und schön werden!

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Einige der guten Vorsätze für das neue Jahr werden im Januar sportlich umgesetzt: In den Fitness-Studios in Frankfurt gibt es viele Neuanmeldungen.

Alle wollen jetzt mitschwitzen, trainieren, schön sein, fit sein. 2019 soll alles gut gemacht werden und das Bäuchlein der Vorjahre endgültig weg. Am besten einem sexy Sixpack weichen. Und so ist es in diesen ersten Januartagen wieder voll in den Frankfurter Fitness-Studios: an den Geräten, in den Kursräumen. „Der Drang nach Bewegung ist ganzjährig zu spüren, aber im Januar ist es extrem. Wir haben über 50 Prozent mehr an Anmeldungen als in den restlichen Monaten. Die guten Vorsätze führen die Leute zu uns“, sagt Zissis Petkanas, sportlicher Leiter der Turngemeinde Bornheim (TG Bornheim). Mit 30 000 Mitgliedern ist die TG einer der größten Breitensportvereine Deutschlands.

Und was ist der Fitness-Trend? „Das ist über die Jahre vielschichtiger geworden“, so Petkanas. „Im Fun & Dance- Bereich ist Jumping sehr beliebt.“ Sieben Mal die Woche wird der einstündige Kurs angeboten, sonntags bis donnerstags sogar zweimal täglich. So beliebt sei der Kurs. „Anfangs hatten wir 20 Mini-Trampolins pro Kurs, jetzt sind es 60.“ Und was macht man so beim Jumping?

„Jeder Teilnehmer hat sein eigenes Mini-Trampolin und es ist eine Mischung aus Schritt-und Sprungkombinationen. Im Vergleich zu den vor 20 Jahren sehr angesagten Step-Aerobic-Kursen gibt es wenig Choreo und keine Pirouetten.“ Der Kurs sei für Anfänger geeignet. „Man kommt ordentlich ins Schwitzen.“ Man hüpft zu coolen Beats.

Es sei ein Ganzkörpertraining, wobei die Beine und der Po am meisten beansprucht würden. „Das Gute ist, dass die Übungen durch das Trampolin sehr gelenkschonend sind und es auch angenehmer ist, wenn man etwas mehr drauf hat.“ Immer noch seien in den Kursen die Frauen in der Überzahl. Der zweite Trend, der sich schon länger abzeichne, wird laut Petkanas gerne auch von Männern in Anspruch genommen. Dieser Kurs heißt HIIT (High Intensity Interval Training). Dieses kombiniert Ausdauer- und intensives Muskel-Training. „Man trainiert mit dem eigenem Körpergewicht oder Hanteln, macht Sprünge auf eine Box. Es gibt verschiedene Stationen ähnlich wie beim Zirkeltraining“, sagt Petkanas. An den Geräten trainierten Frauen wie Männer so ziemlich ausgeglichen.

Auch in den Frankfurter Fitness-Studios wie der günstigeren Kette „McFit“ auf der Zeil oder den exklusiveren „Elements“-Studios mit Wellnessbereichen ist ein Anstieg an Mitgliedern Anfang des Jahres zu verzeichnen. „Den guten Vorsatz, fit und gesund ins neue Jahr zu starten, nehmen sich viele Menschen zu Herzen. Dementsprechend begrüßen wir auch im Januar eine erfreuliche Anzahl Neumitglieder in unseren Studios direkt in Frankfurt am Henninger Turm und am Eschenheimer Turm“, sagt Sandra Geiselhardt, Geschäftsführerin der Migros Freizeit Deutschland GmbH. Wenn man hier einen Jahresvertrag abschließt, zahlt man 95 Euro im Monat. Bei der TG Bornheim zahlt man für mögliche 1000 Stunden Kurse in der Woche nur 12 Euro im Monat. Nutzt man das Fitness-Studio und die Sauna kommen noch 30 Euro dazu.

Was ist eigentlich mit der Konkurrenz aus dem Netz? Also den kostenpflichtigen Fitness-Onlinekursen, die man zu Hause machen kann? „Klar, beobachten wir das verstärkte Online-Angebot, es wird auch viel genutzt. Aber es ist nicht so, dass Mitglieder abwandern. Sie ziehen das geselligere Trainieren mit Freunden vor“, sagt Zissis Petkanas von der TG Bornheim. Und bleiben alle, die sich neu anmelden, bei den guten Vorsätzen? „Viele bleiben beim Sport, einige lassen es wieder sein. Genaue Zahlen haben wir da aber nicht“, so Petkanas.

Was kommt noch 2019? Petkanas: „Ab Ende Januar bieten wir auch Aerial Yoga an.“ Beim Aerial Yoga hängt oder sitzt man in einem trapezförmigen Tuch, das an einem dicken Haken von der Decke baumelt und macht dabei Yoga. „Yoga ist ein Format das extrem gut angenommen wird, aber auch die Klassiker wie Bauch, Beine, Po oder Zumba sind immer noch beliebt.“

Wer sich nach dem Strand sehnt, wird im mit Sand gefülltem Beach Gym Spaß haben. „Bei der Surfset-Fitness wird das Gefühl auf dem Wasser simuliert“, sagt Petkanas. Das Training auf den Surfboards ist eine Kombination aus Balanceakt und Tiefenmuskulaturtraining. Perfekt, um Kalorien zu verbrennen – für den echten Strand, im echten Sommer, im echten Bikini oder der Badehose. 

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