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Der Turm der Paulskirche.

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Die Kommunalpolitiker müssen rasch einen Grundsatzbeschluss zur Zukunft der Frankfurter Paulskirche fassen. Ein Kommentar.

Noch ist das Demokratiezentrum, das die Frankfurter Paulskirche ergänzen soll, kaum mehr als eine begriffliche Hülle. Sie muss dringend mit Inhalten gefüllt werden.

Auch braucht dieses Bauwerk einen Ort. Und die Stadt sollte schleunigst festlegen, wie sie die denkmalgeschützte Paulskirche erneuern möchte. Am besten in dem bewusst gewählten, bescheidenen Rahmen von 1948, der damals Ausweis eines neuen, demokratischen Deutschlands war.

Diesen Aufgaben hat sich die Frankfurter Kommunalpolitik bisher leider nicht gewachsen gezeigt. Auch beim Thema Paulskirche, das bundesweit Aufmerksamkeit findet, herrscht das kleine Karo gegenseitiger Eifersüchteleien. Die Kommunalpolitiker müssen jetzt einen Grundsatzbeschluss zur Zukunft der Paulskirche fassen. Es braucht dringend Untersuchungen des baulichen Zustands. Ein internationaler Architekturwettbewerb muss bald ausgeschrieben werden.

Dass OB Peter Feldmann jetzt jeden Zeitdruck aus dem Projekt nimmt und das Ziel 2023 aufgibt, das 175-jährige Jubiläum der Nationalversammlung von 1848, ist ein Zeichen der Kapitulation.

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