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Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne).

Interview

Umweltdezernentin Rosemarie Heilig zur FR-Klimawette: „Jedes Gramm hilft“

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Die Frankfurterin lobt die Aktion und hofft auf einen Effekt für die Politik.

Frau Heilig, was halten Sie von der Klimawette zwischen dem Frankfurter Energiereferat und der FR?

Ich finde die Idee, in einem sportlichen Wettbewerb gemeinsam etwas für dem Klimaschutz zu tun, sehr überzeugend. Alle Teilnehmenden können voneinander lernen, sich praktische Tipps abschauen. Am Ende gibt es nur Gewinner*innen – und ganz oben auf dem Podest steht unser Klima.

Unsere Leserinnen und Leser sparen eine große Menge CO2 ein – wie sehr hilft das beim Kampf gegen die Klimakrise?

Jedes eingesparte Gramm CO2 hilft. Und am Ende geht es ja auch um mehr. Es geht darum, das Bewusstsein zu wecken, dass alle was fürs Klima tun können. Sich Gedanken zum eigenen Konsumverhalten zu machen. Die Teilnehmenden erfahren, dass Klimaschutz nicht immer Verzicht bedeutet, sondern auch Spaß machen kann, gesund ist, Geld spart und vielleicht auch unser ganzes Leben ein bisschen entschleunigt.

Kann von dem so klar geäußerten Bürgerwillen auch ein Impuls für die Frankfurter Politik ausgehen, effektiver an den Klimazielen zusammenzuarbeiten?

Die Politik sollte endlich verstehen, dass viele Bürger*innen schon viel weiter sind als sie selber. Ich würde mir wünschen, dass die Begeisterung, etwas Gutes fürs Klima zu tun, auch auf die Frankfurter Politik überspringt. Wenn sich beispielsweise alle Dezernate dabei überbieten würden, wer mehr CO2 eingespart hat, so wie es die Frankfurter*innen in dem Wettbewerb gemacht haben, dann wäre schon viel gewonnen.

Interview: Thomas Stillbauer

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