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Stadtverwaltung

Jede sechste Stelle ist in Frankfurt unbesetzt

  • Georg Leppert
    VonGeorg Leppert
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Im Römer gibt es Streit über einen Personalmangel in der Frankfurter Stadtverwaltung.

Knapp 87 Prozent der rund 10 300 Stellen in der Frankfurter Stadtverwaltung sind tatsächlich besetzt. Eine viel zu geringe Quote, die sogar Gefahren für Leib und Leben mit sich bringt, findet die Linke im Römer. Ein Wert, der zwar nicht schön, aber doch akzeptabel ist, entgegnete Personaldezernent Bastian Bergerhoff (Grüne).

Anlass für die Diskussion, die am Donnerstag zu sehr später Stunde in der Stadtverordnetenversammlung geführt wurde, war die Vorstellung eines Berichts zum Stellenplan in der Verwaltung. Danach ist der Besetzungsgrad im laufenden Jahr im Vergleich zu 2020 um 0,4 Prozentpunkte gestiegen. Dennoch bedeuten die vorgelegten Zahlen: Rund jeder sechste Posten ist unbesetzt, wie Monika Christann von der Linken vorrechnete.

In bestimmten Bereichen sei der Personalmangel sogar gefährlich. So seien im Gesundheitsamt 31 Stellen unbesetzt, und in der Branddirektion bedeute eine Quote von unter 90 Prozent, dass mehr als 100 Beschäftigte gebraucht würden.

Vor allem die beschriebenen Zustände bei der Feuerwehr wies Bergerhoff deutlich zurück. Es entstehe der Eindruck, „dass Leute verrecken, weil Stellen nicht besetzt sind“. Das sei grundlegend falsch, sagte Bergerhoff und verwies darauf, dass die Feuerwehr bei 93,2 Prozent und der Rettungsdienst bei 97,5 Prozent aller Einsätze innerhalb der gesetzlich vorgesehenen Zeit an Ort und Stelle sei.

Bergerhoff machte zwar deutlich, dass auch er sich eine höhere Besetzungsquote wünsche. Viele Möglichkeiten zum Handeln gibt es für den Personaldezernenten aber offenbar nicht. So blieben die Stellen von Menschen, die in Elternzeit gehen, oft unbesetzt. Das erleichtere für die Betroffenen mitunter die Rückkehr in den Beruf, was erfreulich sei, denn die Stadt Frankfurt wolle als familienfreundliche Arbeitgeberin wahrgenommen werde.

Dass nicht alle Stellen in der Verwaltung besetzt sind, habe ganz sicher nichts mit dem Betriebsklima zu tun, sagte Bergerhoff. Das sei sehr gut. Viele Beschäftigte arbeiteten schon sehr lange bei der Stadt und verzichteten gar auf besser bezahlte Jobs in der freien Wirtschaft, „weil sie sich bei uns wohlfühlen“.

Für den FDP-Stadtverordneten Uwe Schulz ist der Besetzungsgrad „kein Manko, sondern Normalität“. Die Stadt stehe im Wettbewerb mit privaten Arbeitgebern. Grundsätzlich müsse das Motto gelten: „Privat vor Staat.“ Dazu sagte Monika Christann: „Ich wünsche keiner Kommune, dass sie von der FDP regiert wird.“

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