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Jan Schneider (CDU, 40) ist seit 2013 zuständig für Reformprojekte, seit 2016 auch für Bau und Immobilien. P. jülich
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Jan Schneider (CDU, 40) ist seit 2013 zuständig für Reformprojekte, seit 2016 auch für Bau und Immobilien. P. jülich

Kommunalpolitik

Jan Schneider: Die Hoffnung der Frankfurter CDU muss gehen

  • Sandra Busch
    VonSandra Busch
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Baudezernent Jan Schneider (CDU) wird abberufen. Er gilt als Hoffnungsträger der Frankfurter CDU – und könnte möglicherweise auch irgendwann wieder in den Römer zurückkehren.

Als Jan Schneider 2013 Dezernent wurde, da trug er noch keinen Bart. Jungenhaft wirkte er, der damals 32-Jährige kam als einer der Hoffnungsträger der Frankfurter CDU in den Magistrat. Er hatte zuvor im Innenministerium gearbeitet, sich als Landtagsabgeordneter und Stadtverordneter verdient gemacht – und wurde dann Reformdezernent. Seine Arbeit drehte sich um den Umzug von Servern aus Ämtern ins zentrale Rechenzentrum der Stadt, ums Beantragung von Bewohnerparkausweisen online. Doch dabei blieb es nicht lange.

Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) stellte ihn schnell der damaligen Bildungsdezernentin Sarah Sorge (Grüne) zur Seite, weil er sie für überfordert hielt. Schneider sollte für beschleunigtes Bauen von Kitas sorgen. Er stellte daraufhin die Kitabauweise auf ein modulares System um, das drückte die Kosten. Sogar aus der Opposition gab es nur gute Worte für Schneiders Arbeit. Und Schneider galt als Allzweckwaffe. Vor der Kommunalwahl 2016 war er auch schon mal im Gespräch für das Bildungsdezernat und sollte Stadtrat Markus Frank (CDU) entlasten, Feldmann lobte Schneider oft. So oft, dass die Grünen damals schon Angst bekamen, die CDU könnte eine Koalition mit der SPD bilden.

In eine Koalition ging man wirklich gemeinsam. Zusammen mit den Grünen. Aber inzwischen liegen die Dinge anders. Schneider hat einen Bart und wirkt erwachsener. Er ist nicht mehr nur zuständig für Reformprojekte, sondern auch für Bau und Immobilien, Bürgerservice und IT. Und er ist Parteichef der Frankfurter CDU geworden. Die SPD ist nicht mehr besonders gut auf ihn zu sprechen, seit man in der Koalition viel gestritten hat. Dauerrivalin dabei: SPD-Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD). Der Streit zwischen Schneider und Weber prägte vor allem die erste Hälfte der Regierungszeit. Das Grundproblem: Weber stand unter dem Druck, Schulen eröffnen zu müssen. Schneider war dafür zuständig, die Grundstücke dafür zu finden und die Schulen zu bauen. Doch Freiflächen sind rar in Frankfurt, und sein neu gegründetes Amt für Bau und Immobilien lief auch noch nicht rund. Aber erst kürzlich konnte er den Kauf eines Schulgebäudes im Ostend verkünden.

Auf Facebook schrieb er am Mittwoch, dass er heute noch nicht sagen könne, was er nach seiner Abberufung im September machen werde. Eins werde aber wieder verstärkt auf seiner Agenda stehen: Motorradfahren. Vielleicht um sich die Zeit bis zur nächsten OB-Wahl 2024 zu vertreiben, bei der er als CDU-Hoffungsträger möglicherweise als Herausforderer antreten könnte. sabu

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