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Ein Teil der Wilhelmshöher Straße in Seckbach wird in den kommenden drei Jahren saniert. Für Autos gibt es für zunächst sechs Wochen kein Durchkommen mehr. Auch der Bus fährt nicht mehr durch den Stadtteil.
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Ein Teil der Wilhelmshöher Straße in Seckbach wird in den kommenden drei Jahren saniert. Für Autos gibt es für zunächst sechs Wochen kein Durchkommen mehr. Auch der Bus fährt nicht mehr durch den Stadtteil.

Seckbach

Irrfahrt durch Seckbach

  • Boris Schlepper
    VonBoris Schlepper
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Seit Montag ist die Ost-West-Achse des östlichen Frankfurter Stadtteils gesperrt. Doch viele Autofahrer und Autofahrerinnen wissen das nicht und suchen vergeblich ein Durchkommen.

Im Internet kann Seckbach noch passiert werden. Wer etwa bei Google eine Route eingibt, die quer durch den östlichen Stadtteil führt, bekommt diese angezeigt – fälschlicherweise. Denn seit Montag ist die Ost-West-Verbindung wegen einer Baustelle für mindestens sechs Wochen dicht. Und somit fällt eine der Haupteinfallstraßen für Pendler:innen aus dem Osten Frankfurts weg. Insgesamt wird der Abschnitt der Wilhelmshöher Straße drei Jahre lang saniert.

Doch das ist auch am Dienstag nicht jedem klar. Nur wenige scheinen die Schilder, die in den umliegenden Stadtteilen auf die Sperrung hinweisen, wahrgenommen zu haben. Zu spüren bekommt das ein Mitarbeiter der Firma Fairstreet. Wie ein Kollege hat er die Aufgabe, unweit der Baustelle eine Woche lang Rede und Antwort zu stehen und Flyer zu verteilen. „Anstrengend“ sei es, sagt er. Alle fragten dasselbe, viele seien verärgert, mehrfach habe man ihm den Mittelfinger gezeigt. Dabei sagt er allen dasselbe. „An der Kreuzung Wilhelmshöher-/Atzelbergstraße wird bis Ende April gearbeitet. Fahren Sie über die Friedberger Landstraße!“

Neben dem Fairstreet-Mitarbeiter steht ein Schild „Sackgasse – Keine Wendemöglichkeit“. „Das scheint aber keiner zu lesen.“ Viele fahren dennoch an ihm vorbei direkt bis zu der Baustelle, wo sie in der engen Straße mühsam wenden müssen. Selbst Frankfurter Taxifahrer:innen wüssten nichts von der Baustelle, hat er beobachtet. Am Montag habe sich sogar ein Bus aus Richtung Bornheim in die Sackgasse verirrt, obwohl die Strecke bis Mai umgeleitet wird.

Viele Autofahrer:innen bleiben schlicht stur. Der Fahrer eines schwarzen Jeeps mit Düsseldorfer Nummernschild etwa kurvt durch alle Seitenstraßen rund um die Wilhelmshöher. Doch auch die Atzelbergstraße, die sich in Serpentinen um die gleichnamige Siedlung windet, bringt ihn nicht weiter. Stets landet er in einer Sackgasse – und muss drehen.

Der Seckbacher Heinrich Eggert ärgert sich, dass während der Bauzeit nicht einige der gesperrten Straßen vorübergehend geöffnet worden sind. „Man kommt ja kaum noch nach Bornheim“, sagt der Rentner, der im östlichen Seckbach wohnt. Die Menschen dort seien nicht über die Sperrung informiert worden.

Im regen Austausch mit der Bauleitung stehen dagegen die Anwohner:innen an der Baustelle. Sie hatten am Montagfrüh kurz mit ihren Autos die Straße blockiert, berichtet Anlieger Felix Weihnacht, „um ein Zeichen zu setzen“. Nach wie vor seien sie unzufrieden, dass die Stadt ihnen keine Stellflächen zugewiesen hat, wo sie während der einjährigen Bauzeit parken können. Denn auf ihre Grundstücke dürfen sie nicht. Nach einem Gespräch mit den Verantwortlichen habe man ihnen jedoch Entgegenkommen signalisiert, so Weihnacht. Wünschenswert wäre es auch, wenn während der Bauzeit in Seckbach nicht so streng kontrolliert würde.

Fragen zur Baustelle beantwortet die Firma BPR telefonisch unter der Nummer 069 / 870 040 460, via E-Mail an: wilhelmshoeher@bpr-consult.com

Die Arbeiten haben an der Ecke Wilhelmshöher/Atzelbergstraße begonnen. Sobald die Kreuzung saniert ist, können Autos über die Atzelbergsiedlung gen Innenstadt - und zurück - fahren.

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