+
Eine kaputte Fahne der EU auf dem Boden.

Katholiken

Internationaler Kirchentag im kleinen Kreis in Frankfurt

  • schließen

Jugendliche aus elf Ländern diskutieren im September über die Zukunft Europas.

Die Katholiken im Gallus, in Griesheim und in Nied planen ihren eigenen internationalen Kirchentag. Rund 100 junge Christen aus dem europäischen Ausland werden vom 18. bis 22. September zu Gast sein im Pastoralen Raum. Zwischen 16 und 29 Jahren sind die Besucher alt. Fünf Tage wollen sie mit den Gastgebern über die Zukunft Europas diskutieren, gemeinsam beten und feiern.

„Der gemeinsame Glaube verbindet über Ländergrenzen hinweg“, sagt Pastoralreferent Rolf Müller, der sich als eine Art „Projektmanager“ für die „Internationalen Tage der Begegnung“ versteht. Leitspruch ist darum „Mit meinem Gott überspringe ich Mauern“. Es ist die dritte Auflage der Tage, 2008 haben sie Christen in Griesheim erstmals spüren lassen: „Kirche ist jung und lebendig; gemeinsam können wir als Christen an der Zukunft Europas bauen“, wie Müller sagt.

Das „Hedwigsforum Kirche der Welt“ soll so als Ort der Begegnung erneut profiliert und ins Bewusstsein gebracht werden. 2019 geht der Blick verstärkt nach Mittel- und Osteuropa, in von „der öffentlichen Wahrnehmung vernachlässigte Länder“. Vor dreißig Jahren ist der sogenannte Eiserne Vorhang zwischen Ost und West gefallen. „Wir wollen genau hinschauen, wo sich neue Gräben zwischen den Ländern bilden und wie sie zu überwinden sind.“

Von Gebet bis Musikfestival

Die Gäste reisen aus Rumänien, Ungarn, dem Kosovo an, aus Tschechien, Polen, Weißrussland, der Ukraine. Aber auch aus Italien und Frankreich. Das Programm reicht von Morgen- und Abendgebeten bis zum feierlichen Gottesdienst mit Bischof Georg Bätzing. Von der politischen Diskussionsrunde bis zur großen Bandfestival zum Abschluss. Auch einen Besuch im Römer soll es geben.

Die Gäste sollen bei Privatleuten unterkommen. „Viel mehr als ein Bett, eine Liege oder Platz für eine Isomatte und vier Mal Frühstück sind nicht notwendig“, versichert Müller. „Gäste sind ein Segen“, so laute eine alte Weisheit.

Positive Nebeneffekte erhofft sich Müller auch: „Wir wollen junge Menschen aus unseren Gemeinden motivieren, mitzumachen.“ Nicht nur bei den Festen, auch bei Liturgie und Diskussion. Und das Projekt soll zum Zusammenwachsen des noch recht neuen Pastoralen Raumes Nied – Griesheim – Gallus beitragen. Anfang 2016 sind die Katholiken in den drei Stadtteilen zu einer Großgemeinde fusioniert.

Wer sich einbringen möchte, beim Programm oder als Gastgeber, wende sich an eines der Pfarrbüros der katholischen Kirche in Nied, Griesheim und Gallus, Adressen online unter www.mariaehimmelfahrt-ffm.de/pastoraler-raum/ und oder direkt an Pastoralreferent Rolf Müller unter der Telefonnummer 38 16 06.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare