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Auch im vorigen Jahr demonstrierten Frauen in der Innenstadt.

Internationaler Frauentag

Internationaler Frauentag: Frauen gehen in Frankfurt auf die Straße

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Zum Internationalen Frauentag gibt es in Frankfurt Demonstrationen, Workshops und Kritik an der Politik im Römer.

Es geht gegen das Patriarchat. Und gegen jegliche Gewalt an Frauen. Die Zeiten, in denen Frauen die Straßenseite wechseln, „weil mal wieder ein Typ zu nah oder zu lange hinter einer herläuft“, müssten vorbei sein. So fordern es die Organisatorinnen der Demonstration „We reclaim the Night“, die am Abend des morgigen Samstags durch die Innenstadt ziehen wird.

Zu der Demo rufen die Anmelderinnen anlässlich des Internationalen Frauentags (8. März) auf. Die Teilnehmerinnen könnten gerne lila Accessoires tragen. „Menschen, die sich als cis-Männer identifizieren, sind hier nicht erwünscht“, heißt es im Aufruf.

Demonstriert wird auch bereits am heutigen Freitag. Die Frankfurter Gruppe von Fridays for Future schließt sich mit dem Bündnis Frauenstreik zusammen und zieht am Nachmittag durch die Frankfurter Innenstadt. Auf der Route werde es eine „kreative Aktion“ geben, zum Abschluss sei eine Performance geplant, teilen die Organisatorinnen mit.

Termine zum Frauentag

Die Demonstrationder „Fridays for Future“-Bewegung und des Bündnisses Frauenstreik beginnt am Freitag, 6. März, um 16 Uhr am Zoo. Sie endet um 17 Uhr an der Konstablerwache.

Der Protestzugunter dem Motto „We reclaim the Night“ startet am Samstag, 7. März, um 19 Uhr am Alfred-Brehm-Platz.

Im DGB-Hausbeginnt der Nachmittag unter dem Motto „Wenn Frauen* streiken, steht die Welt still“ am Samstag, 7. März, um 16 Uhr. Wilhelm-Leuschner-Straße 69–77.

Um das Fechtendreht sich ein zweitägiger Kurs für Frauen in der Sporthalle der Werner-von-Siemens-Schule, Gutleutstraße 333–335. Los geht es am Samstag, 7. März, um 10 Uhr. Der Workshop endet am folgenden Tag um 17 Uhr. Anmeldung und weitere Informationen: http://fechtfabrik.de/frauentag- schwerttag

Eine Kanutour für Frauenbietet der Frankfurter Kanu-Verein 1913 am Sonntag, 8. März, an. Die Teilnehmerinnen, die eine rote Kopfbedeckung tragen sollen, treffen sich um 11 Uhr am Schaumainkai 90.

Ein Fotoprojektzeigt Frankfurter Feministinnen an Plätzen, die sie zu ihrem Kampf inspiriert haben. Die Ausstellung wird am Dienstag, 10. März, um 19 Uhr in der Heussenstamm Galerie, Braubachstraße 34, eröffnet.

„NUR?!FRAU“,heißt die Aufführung des Ampere-Theaters am Samstag, 7. März, 20 Uhr, im evangelischen Frauenbegegnungszentrum EVA, Saalgasse 15. Das Theaterstück greift die Frage auf, wie „Fiktion und Wirklichkeit aussehen können“, wenn die Hauptrollen in der Gesellschaft anders als bisher verteilt sind.

Bei dem Protest soll es um die „feministischen Aspekte unseres Kampfes für Klimagerechtigkeit“ gehen, heißt es im Aufruf zur Demonstration: „Frauen* sind in ihrer systemimmanent untergeordneten Rolle in unserer heutigen Ausprägung des Patriarchats überdurchschnittlich schwer von gesellschaftlichen Krisen betroffen – insbesondere von den Auswirkungen des Klimawandels.“

Linke kritisiert Koalition

Im DGB-Haus gibt es anlässlich des Frauentags Workshops. Dabei geht es am morgigen Samstag etwa um Handlungsstrategien gegen Sexismus am Arbeitsplatz, um Elternzeit als Karrierefalle sowie Frauenselbstbehauptung und Selbstverteidigung.

Im Römer gibt es zum Frauentag Kritik an der regierenden Koalition aus CDU, SPD und Grünen. Die Linke rügt, das Bündnis tue viel zu wenig, um das Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt („Istanbul-Konvention“) umzusetzen. Nötig seien städtische Stellen, etwa zur Sammlung von Daten zur geschlechtsspezifischen Gewalt. Diese seien in den Etatanträgen der Koalition aber nicht vorgesehen. Lediglich die Frauenhäuser sollten nach Willen der Koalition besser ausgestattet werden.

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