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Altstadt

Interkulturelles Miteinander

  • VonValerie Pfitzner
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Die AWO setzt beim Liebfrauenbergfest auf Internationalität. Unter anderem berichten Flüchtlinge von ihren ersten Erfahrungen in Frankfurt.

"Hallo, wie geht’s?“, fragt einer der freudestrahlenden Männer schon vom Weiten. Mit zwei weiteren Männern steht er am Samstag beim Liebfrauenbergfest der AWO Frankfurt am Infostand und erzählt von seinem neuen Zuhause: dem Giuseppe-Bruno-Haus. Die drei Afrikaner sind Flüchtlinge und bewohnen Einzelzimmer in der Übergangsunterkunft in Niederrad.

„Es gefällt uns sehr gut“, versichert einer der Eritreer, der seit neun Monaten dort lebt. „Alles in Frankfurt ist toll.“ Die Idee, die jungen Männer am Liebfrauenbergfest der AWO selbst von der Übergangsunterkunft erzählen zu lassen, stammt von der Hausleitung Petra Fischer-Thöns: „Ich hab die drei heute Morgen eingesammelt und lass’ sie das schmeißen. So ist es doch viel interessanter, als wenn ich davon erzähle. Wenn sie Unterstützung brauchen, bin ich natürlich da.“

Gemeinsam mit ihrer Kollegin Sandra Rohde kümmert sich Fischer-Thöns um alle Belange der aktuell 34 Bewohner der Einrichtung. Erst neulich habe sie eine junge Frau, die schwanger aus ihrem Heimatland geflüchtet war, zur Entbindung ins Krankenhaus begleitet: „Ihre Sprache spreche ich zwar auch nicht, aber ich kann ihre Hand halten und sie mal in den Arm nehmen“, sagt Fischer-Thöns.

Grußwort des Generalkonsuls

Eine Situation, die leider recht außergewöhnlich sei: Fast nie stünden Flüchtlingen gleich zwei Sozialarbeiter zur Seite. „Nicht selten kommen sie auch in Hotels und sind dort vollkommen auf sich gestellt, ohne ein Wort deutsch zu sprechen.“ Die Betreuung, die Petra Fischer-Thöns und Sandra Rohde in der Unterkunft für Asylbewerber der AWO leisteten, sei ein Angebot der Hilfe zur Selbsthilfe. Die Eritreer scheinen begeistert zu sein: „Wir waren von Anfang an herzlich willkommen“, sagt einer der drei jungen Männer.

Das ganze Fest steht im Zeichen des interkulturellen Miteinanders. „Jede Menge Leben“ steht am aufblasbaren Eingangstor. Menschen aller Nationen sitzen gemeinsam an den rot-weiß gedeckten Tischen, essen nordafrikanische Merguez-Bratwurst oder einen Streuselkuchen von „Omas Kuchenbuffet“ und klatschen mit zur Musik von Ana Lorena und Berry Blue – einer feurigen Brasilianerin, die von drei deutschen Musikern begleitet wird. „Hier in Frankfurt leben viele Kulturen miteinander“, sagt der türkische Generalkonsul Ufuk Ekici bei seinem Grußwort. „Es ist ein großes Glück, dass wir Feste wie diese gemeinsam feiern können.“

„Die AWO ist international“, sagt AWO-Geschäftsführer Jürgen Richter, „darum geht es nun mit internationaler Musik weiter.“ Denn mit Derek Warfield & The Young Wolf Tones steht nun irischer Folk auf dem Programm. Hinter der Band sagt ein Banner auf der Bühne: „Nein zum Rassismus“, eine Botschaft, die die AWO mit ihrem Fest transportieren möchte.

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