Wirtschaft

Elisabethenkrankenhaus Frankfurt: Insolvenzverfahren abgeschlossen

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Der Übernahme des Elisabethenkrankenhauses durch Artemed steht nichts mehr im Wege.

Das Insolvenzverfahren, das auch für das Frankfurter Elisabethenkrankenhaus galt, hat das zuständige Amtsgericht in Montabaur aufgehoben. Das teilte die „Katharina Kasper ViaSalus GmbH“ am Montag mit. Viasalus hat ihren Sitz in Dernbach im Westerwald. Außer dem Elisabethenkrankenhaus gehört auch das inzwischen abgerissene Marienkrankhaus im Nordend zu Viasalus. Die Abteilungen des Marienkrankenhauses wurden ins Elisabethenkrankenhaus umgesiedelt. Außerhalb von Frankfurt betreibt das katholische Gesundheitsunternehmen vier weitere Krankenhäuser, mehrere medizinische Versorgungszentren und dreizehn Seniorenheime.

Viasalus-Geschäftsführer Manfred Sunderhaus lobte den großen Beitrag der Belegschaft zur schnellen Gesundung des Unternehmens. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hätten nicht nur die Sanierung mitgetragen, sondern auch „mit großen Engagement“ dafür gesorgt, dass das Tagesgeschäft in allen Einrichtungen „voll weitergehen“ konnte.

Die Patienten des Elisabethenkrankenhauses hätten von der Eigeninsolvenz nichts mitbekommen, wurde betont. Dass Viasalus in nur sechs Monaten saniert werden konnte, wurde vom gerichtlich bestellten Sachwalter Rainer Eckert als „ein großer Erfolg“ dargestellt. Die Gläubiger könnten noch im August mit der Rückzahlung ihrer Forderungen rechnen. Man habe mit einer zügigen Sanierung „gerechnet“, betonte Pressesprecher Sebastian Glaser auf Anfrage.

Mit der Aufhebung der Insolvenz steht nun auch der Übernahme des Elisabethenkrankenhauses durch die bundesweit agierende Artemed-Gruppe nichts mehr im Wege. Viasalus hatte beim Verkauf Anfang Juni erklärt, Artemed habe langjährige Erfahrungen in der „gleichermaßen erfolgreichen wie behutsamen Übernahme von Häusern mit christlicher Tradition“.

Alle Mitarbeiter würden mit den bestehenden Verträgen übernommen. Im August wird nun der geplante Betriebsübergang vollzogen. Vorher möchte Artemed Fragen zum medizinischen Konzept des Elisabethenkrankenhauses nicht beantworten.

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