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Roboter in der Stadtbücherei in Frankfurt grüßt, tanzt und scherzt

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In der Stadtbücherei in der Frankfurter Hasengasse demonstriert ein humanoider Roboter künstliche Intelligenz.

Einen festen Händedruck habe er, sagt Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD), die dem humanoiden Roboter die Hand reicht. IT-Dezernent Jan Schneider (CDU) witzelt, er würde ihn am liebsten mitnehmen zur Aktenablage in seinem Büro - doch dazu kommt es erstmal nicht.

Der Roboter bleibt in den nächsten Monaten die Attraktion in der Stadtbücherei Frankfurt, Hasengasse 4. Dort wird er die Besucher begrüßen, sich vorstellen, vielleicht tanzen, Tai Chi vorführen oder einen Witz erzählen.

Kennenlernen
Die Stadtbücherei Frankfurt , Hasengasse 4, stellt den humanoiden Roboter heute um 14 sowie am Mittwoch, Donnerstag und Freitag jeweils um 12, 14 und 16 Uhr vor. Am Samstag ab 13.30 Uhr werden Robotergeschichten für Kinder ab vier Jahren vorgelesen.

Über #gutlebendigit@l spricht Stefan Bergheim vom Zentrum für gesellschaftlichen Fortschritt in Frankfurt am Mittwoch, 19.30 Uhr, in der Stadtbücherei. Am Donnerstag, 19.30 Uhr, referiert Holger Volland von der Frankfurter Buchmesse in der Hasengasse über „Die kreative Macht der Maschinen“. fle

Kennen Sie den? „Was trinkt man in einer Bibliothek? Stilles Wasser. Hehehehehe“, prustet er los, und weil er so lustig lacht, lachen alle um ihn herum mit. Nao heißt der Roboter des französischen Herstellers Aldebaran Robotics. Er soll die Besucher der Stadtbücherei mit künstlicher Intelligenz vertraut machen. Noch heißt er Nao, wie ihn der Hersteller genannt hat, doch heute schon bekommt er einen neuen Namen. Entweder Ada, Franka, Sheldon, Humaro oder Johnny, unter diesen konnten Besucher wählen.

Neben Nao hat die Stadtbücherei noch zwei Roboter-Greifarme von „Dobot“ angeschafft, wie man sie aus Fabriken der Automobilindustrie kennt, nur wesentlich kleiner. Die Dobots können Gegenstände heben - in diesem Falle kleine Tütchen mit Süßigkeiten - und sie wieder ablegen. Zeichnen können sie auch. „Wir stehen als Stadtbücherei für informelles Lernen und einen niederschwelligen Zugang zu Medien und wollen den Besucher nun auch die künstliche Intelligenz näher bringen“, sagt Elfriede Ludwig, die die digitalen Dienste der Stadtbücherei leitet. Die Stabstelle Digitalisierung, für die Stadtrat Schneider zuständig ist, hat dafür 30 000 Euro bereitgestellt, mit welcher die Stadtbücherei, die zum Bildungsdezernat von Stadträtin Weber gehört, die Roboter anschaffen konnte.

Neben einer Aktionswoche zum Kennenlernen (siehe Kasten) ist eine Tour mit den Robotern durch die Stadtteil-Bibliotheken geplant, außerdem Angebote in öffentlichen und Schulbibliotheken und eine Kooperation mit der Volkshochschule Frankfurt, wo Nao weitere Kenntnisse einprogrammiert werden sollen. „Als er hier ankam, konnte er praktisch nichts“, sagt Sabine Homilius, die Leiterin der Stadtbücherei.

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