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Richtlinien für die Goethestraße

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Von: Matthias Bittner

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Bevor die Goethestraße in Frankfurts Innenstadt weiter umgestaltet werden kann, müssen sich die verschiedenen Ämter der Stadt gut absprechen. Geplant sind der Wegfall von Parkplätzen und mehr Flächen für Passanten - auch zum Verweilen.

Bei der Umgestaltung der Goethestraße gibt es noch Klärungsbedarf zwischen den verschiedenen Ämtern. Das teilt der Magistrat mit. Geplant ist, mehrere Parkplätze ersatzlos entfallen zu lassen. Die zusätzlichen Flächen sollen künftig den Fußgängerinnen und Fußgängern zur Verfügung stehen. Vorgesehen ist, dort und andere Sitzmöglichkeiten aufzustellen. Ferner müssten noch allgemeine Richtlinien erarbeitet werden, wie künftig in Fahrradstraßen mit Lieferverkehr oder dem Parken verfahren werden soll, heißt es in dem Zwischenbericht.

Der zuständige Ortsbeirat 1 (Innenstadt, Altstadt, Gallus, Gutleut-, Bahnhofs- und Europaviertel) hatte nach dem Stand der Planung gefragt. Hintergrund war die anstehende Sanierung der Einkaufsstraße und eine entsprechende Anregung des Gremiums. Im Mai 2021 hatte das Amt für Straßenbau und Erschließung (ASE) mehrere Optionen präsentiert. Dem Ortsbeirat ist eine Umwandlung der Goethestraße in eine „echte“ Fahrradstraße ohne Durchgangs- und Parksuchverkehr wichtig. Das wäre nicht nur ein Gewinn für die dortigen Geschäfte, sondern hätte auch einen Mehrwert für den Radverkehr. Studien zu dem Thema in in- und ausländischen Städten belegten, dass die Reduzierung des Autoverkehrs den Umsatz in den Geschäften steigere.

Keine Umsatzeinbußen

Die Befürchtung, dass der Umsatz einbreche, habe sich nicht bestätigt. Mehr Bänke und Verweilmöglichkeiten in der Straße würde diesen Effekt sogar noch steigern. Gleichzeitig bedeute diese Umwandlung einen deutlichen Gewinn an Verkehrssicherheit für die Nutzer:innen der Fahrradstraße, die derzeit in der Goethestraße häufig durch abrupt bremsende Fahrzeuge (Parksuchverkehr) als auch durch Gegenverkehr behindert und gefährdet werden, argumentierte das Stadtteilparlament.

Saniert wurde die Fahrbahn der Goethestraße in den Sommerferien 2021. Das marode Pflaster mit tiefen Spurrillen wich einem Asphaltbelag. Ziel der Arbeiten in einer der zentralen Einkaufsstraßen in Frankfurt war es, die Fahrbahn nicht nur zu erneuern, sondern auch stadtgestalterisch und klimatisch zu verbessern, erklärte Ulrich Rendeler, stellvertretender ASE-Leiter damals.

In Abstimmung mit dem Ortsbeirat 1 war deshalb der Asphalt hellgrau eingefärbt worden. Der Grund: Der helle Belag heizt sich bei Sonneneinstrahlung im Hochsommer nicht so stark auf und sorgt für angenehmere Temperaturen beim Flanieren durch die Einkaufsstraße.

350 000 Euro hatte die Stadt Frankfurt in die Sanierung investiert. Auch die blauen Piktogramme, die die Goethestraße als Fahrradstraße ausweisen, wurden wieder markiert.

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