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Familie Eule aus Hannover probiert die Liegebank auf dem Goetheplatz aus.

Sitzgelegenheiten in Frankfurt

Probeliegen auf dem Goetheplatz in Frankfurt

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In der Frankfurter Innenstadt können Bürger abwechslungsreiche Musterbänke ausprobieren. Die besten könnten dann ab 2020 dauerhaft auf dem Goetheplatz stehen.

Um den Goetheplatz in der Frankfurter Innenstadt zu verschönern, testet die Stadt seit einiger Zeit verschiedene Bodenbeläge, die künftig den Raum prägen sollen. Seit einigen Wochen sind auf dem Platz auch Sitzmöglichkeiten hinzugekommen, die von den Bürgern ausprobiert werden sollen. 2020 sollen Belag und Sitzbänke dann dauerhaft den Platz verschönern.

Zehn unterschiedliche Sitzgelegenheiten stehen nun am Eingang zur Tiefgarage auf dem Goetheplatz. Ganz links, wenn man aus Richtung des Goethe-Denkmals kommt, sind zwei Bänke um einen Tisch angeordnet. Alle drei Möbel haben nach unten abgerundete Kanten, der festmontierte Tisch wirkt etwas zu weit weg von den Bänken und er scheint ein beliebter Ort zu sein, um Müll zurückzulassen.

Das auffälligste Möbelstück ist eine große Liege, auf der zwei bis drei Personen Platz haben. Man setzt sich in eine Kuhle, legt die Füße hoch und schaut zum Himmel. Ein Mann, eine Frau und ein Mädchen probieren die Liege aus. Sie stellen sich als Familie Eule aus Hannover vor, ihre Vornamen möchten sie nicht nennen. „Für mich ist das nur fünf Minuten etwas. Es ist zu hart“, sagt Vater Eule. Seine Frau findet es hingegen witzig und lobt die Idee des Möbelausprobierens. Mit einer Unterlage für den Kopf wäre die Liege perfekt.

Auch Joachim Koch und Doris Schmitt aus Eschweiler bei Aachen haben sich beim Ausprobieren für die große Liege entschieden. Beiden gefällt die Sitz- beziehungsweise Liegefläche gut. Bei ihrem Stadtrundgang seien sie zufällig an den Bänken vorbeigekommen.

Einzelliege und Standard-Bank

Neben den bisher genannten Bänken gibt es noch eine große flache Sitzmöglichkeit ohne Lehnen, eine Standard-Bank, eine Bank mit Armlehnen, Bänke mit breiteren Brettern, die wirklich sehr bequem sind, und noch eine Einzelliege.

Die Sitzflächen werden rege genutzt, immer wieder setzen sich Touristen oder Einheimische auf die Bänke. Mal nur kurz für ein paar Minuten, mal um das Kind zu stillen oder für einen Snack in der Mittagspause. Dies macht auch eine junge Frau aus Frankfurt. Ihren Namen möchte sie nicht nennen, doch ihre Einschätzung sagt sie gern. Die Bank, die an der Ecke zum Roßmarkt steht, gefalle ihr gut. „Ich finde es eine schöne Idee, weil sich die Fläche hier auch anbietet“, sagt die blonde Frau. Sie sei bereits zum zweiten Mal hier, seit die Bänke aufgestellt wurden.

Marcus Gwechenberger, Referent von Planungsdezernent Mike Josef, erklärt, dass nach einer Planungswerkstatt zunächst ein Pavillon auf dem Roßmarkt im Gespräch war. Da sich dazu aber keine klare Meinung in der Römerkoalition gefunden hatte, sollten das Umwelt- und Planungsdezernat die Gestaltung mit Belag und Bänken vorantreiben. „Bei den Musterbelägen kommen bisher die beigen Farbtöne gut an“, sagt Gwechenberger. Rückmeldungen zu den Mustern per E-Mail an planungsamt@stadt-frankfurt.de

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