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Mehr Platz für längere Trambahnen

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Von: Boris Schlepper

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Ab Ende 2023 sollen die neuen, 40 Meter langen Bahnen auf der Strecke der Linie 11 fahren. Die Haltestelle Galluswarte muss dafür umgebaut werden.
Ab Ende 2023 sollen die neuen, 40 Meter langen Bahnen auf der Strecke der Linie 11 fahren. Die Haltestelle Galluswarte muss dafür umgebaut werden. © FRFOTO

Die VGF will die Stationen Börneplatz und Galluswarte umbauen. Bis Ende 2023 sollen sie verlängert werden, im jeweiligen Umfeld entstehen barrierefreie Übergänge und neue Radwege.

Die Haltestellen Börneplatz und Galluswarte werden umgestaltet, damit dort die neuen, längeren Straßenbahnen Platz finden, die künftig in Frankfurt unterwegs sein sollen. Im Zuge dessen wird auch das jeweilige Umfeld umgebaut: Vorgesehen sind barrierefreie Übergänge und zusätzliche Radwege. Die Pläne dazu stellten Vertreter der Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) und des Amts für Straßenbau und Erschließung (ASE) in der Sitzung des Ortsbeirats 1 (Altstadt, Bahnhofsviertel, Europaviertel, Gallus, Gutleut, Innenstadt) am Dienstagabend vor.

Vom Fahrplanwechsel Ende 2023 an sollen die 40 Meter langen Trams des Typs T fahren, sagte Jürgen Tiesler von der VGF. Zunächst auf der frequentierten Strecke der Linie 11, die zwischen Fechenheim und Höchst unterwegs ist. Dafür müssten die beiden Haltestellen verlängert werden. Mitte November soll mit den Arbeiten am Börneplatz begonnen werden; binnen weniger als zwei Wochen werde die Station zwischen Kurt-Schumacher-Straße und Fahrgasse um zehn Meter verlängert. An zwei bis drei Tagen müssten dafür die Bahnen gen Hauptbahnhof über Sachsenhausen umgeleitet werden.

Eine der drei Fahrspuren neben der Haltestelle falle für den motorisierten Verkehr weg, sagte der VGF-Mitarbeiter. Dort werde der Radweg verlängert, der derzeit an der Fahrgasse endet. Grünen-Sprecher Alexander Mitsch wies darauf hin, dass es dadurch zu Konflikten mit nach rechts abbiegenden Autos kommen könne. „Da müssen die Verkehrsteilnehmer aufeinander achten“, erwiderte Tiesler. Michael Wejwoda vom ASE geht davon aus, dass die Gesamtsituation durch den Umbau „eindeutiger und übersichtlicher“ werde.

Dass an der Fahrgasse kein Fußgängerüberweg eingerichtet werde, wie es Mitsch forderte, liege am fehlenden Platz, sagte Wejwoda. „Dafür wäre ein tiefergreifender Umbau nötig.“ Zu wenig Platz gebe es auch, um die Stationen Börneplatz und Stoltzestraße nördlich der Battonnstraße zusammenzulegen, wie es ein Bürger vorschlug. Der Mittelstreifen der Kurt-Schumacher-Straße sei zu schmal.

Keine endgültige Lösung

Anfang kommenden Jahres will die VGF mit den Arbeiten an der Galluswarte beginnen. Dabei werde es keine endgültige Lösung für den Verkehrsknoten geben, an der das Stadtplanungsamt seit Jahren arbeite, sagte Tiesler. Aus Zeitnot werde die Station zwar verlängert, nicht aber komplett barrierefrei. Die Bahnsteige würden nicht erhöht. Andernfalls wären Rampen nötig, für die die gesamte Kreuzung umgebaut werden müsse, was voraussichtlich in einigen Jahren anstehe.

Die Haltestelle werde jedoch mit taktilen Streifen ausgestattet, sagte Tiesler. Zudem entstehe ein durchgehender barrierefreier Fußgängerüberweg östlich der Station. Auch Radfahrer:innen profitierten von dem Umbau der Galluswarte. Auf der Nordseite der Mainzer Landstraße soll der Radweg, der jetzt an der Günderrodestraße endet, verlängert werden. Eine weitere Radspur werde auf der Südseite der Mainzer an der Kleyerstraße beginnend eingerichtet. Die rot markierte Strecke soll auch den Bussen zur Verfügung stehen.

Im November will die VGF die Straßenbahnhaltestelle Börneplatz um zehn Meter verlängern. Dafür fällt eine der Fahrspuren weg, auf der ein neuer Radweg entsteht.
Im November will die VGF die Straßenbahnhaltestelle Börneplatz um zehn Meter verlängern. Dafür fällt eine der Fahrspuren weg, auf der ein neuer Radweg entsteht. © Monika Müller

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