1. Startseite
  2. Frankfurt
  3. Innenstadt

Keine Beachvolleyball-Felder am Mainufer

Erstellt:

Von: Matthias Bittner

Kommentare

Aktuell eh schwer vorstellbar. Aber auch im Sommer soll hier kein Beachvolleyball gespielt werden.
Aktuell eh schwer vorstellbar. Aber auch im Sommer soll hier kein Beachvolleyball gespielt werden. © Monika Müller

Vorstoß des Ortsbeirates 1 gescheitert. Der Magistrat befürchtet Lärm, Schmutz und Gefahr durch unkontrolliert umherfliegende Bälle.

In Freibädern sind Beachvolleyballfelder mittlerweile Standard. Warum also nicht auch am Mainufer, wo im Sommer quasi Freibadfeeling aufkommt? Das dachte sich zumindest der Ortsbeirat 1 (Innenstadt, Altstadt, Gallus, Gutleut, Bahnhofs und Europaviertel) und fragte den Magistrat, ob zur Freizeitgestaltung am Flussufer entsprechende Felder für Sportler und Sportlerinnen angelegt werden können. Die Antwort ist eindeutig: nein. Eine Machbarkeitsstudie müsse deshalb erst gar nicht für viel Geld in Auftrag gegeben werden.

Nach einer Mitteilung des Magistrats sprechen gleich mehrere Faktoren gegen den Betrieb der Sportanlagen in Flussnähe. Weil die Beachvolleyballer:innen die Bälle mit großer Wucht mehr oder weniger kontrolliert schmetterten, sei es angesichts der Nähe zum Fluss naheliegend, dass die Spielgeräte andere Besucher und Besucherinnen der Grünanlagen gefährdeten. Ballfangzäune seien zwar ein probates Mittel, um das zu verhindern. Allerdings, und das sei ein entscheidender Nachteil, würde das Aufstellen der Ballfangzäune Geld kosten – und das habe die Stadt derzeit nicht. Zudem hätten die Ballfangzäune noch einen anderen großen Nebeneffekt, der sich nachteilig auswirke: Bei Hochwasser würde angeschwemmtes Material wie in einem Sieb hängen bleiben und so zugleich den Abfluss des Wassers behindern. Gleiches gelte auch für aufgespannte Netze. Deshalb bezweifelt der Magistrat, dass überhaupt eine wasserrechtliche Genehmigung erteilt werden können.

Die mit Sand gestalteten Sportflächen würden durch die Strömung bei Hochwasser zudem abgetragen. Auch die mögliche Verschmutzung ist ein ausschlaggebender Punkt für eine Ablehnung des Magistrats gewesen. Der Sand müsse regelmäßig ausgetauscht werden. „Flächen mit Sand, die sicher eine hohe Attraktivität aufweisen, sind vom zuständigen Fachamt wegen der unzureichenden finanziellen und personellen Ausstattung nicht zu unterhalten“, heißt es in der Stellungnahme dazu. Um den sicheren Betrieb zu gewährleisten, müssten die Plätze morgens kontrolliert und bei Bedarf gesäubert werden.

Da Sporttreiben immer mit Lärm verbunden ist, blieben Beschwerden und Klagen der direkten Anlieger:innen sicher nicht aus.

Der Ortsbeirat 1 hatte den Magistrat gebeten, im Rahmen einer Machbarkeitsstudie zu prüfen, ob und wo am Mainufer Volleyballfelder eingerichtet werden können. Der Wunsch sei mehrfach von Besuchern und Besucherinnen des Ufers geäußert worden. Das Stadtteilparlament fand die Idee charmant und argumentierte, dass die Spielfelder die Aufenthaltsqualität am Mainufer steigerten. Alle hätten dadurch die Möglichkeit, sich kostenlos sportlich zu betätigen und fit zu halten.

Auch interessant

Kommentare