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Hilfe für das Euro-Symbol

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Von: Boris Schlepper

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Das Euro-Symbol vor dem Schauspielhaus.
Das Euro-Symbol vor dem Schauspielhaus. © Peter Jülich

Das Euro-Symbol auf dem Willy-Brandt-Platz droht die Versteigerung. Der Verein Frankfurter Kultur-Komitee kann die Instandhaltungskosten nicht mehr tragen. Nun soll die Stadt Frankfurt Spender finden, fordert der Ortsbeirat 1.

Der Ortsbeirat 1 will das Euro-Symbol am Willy-Brandt-Platz retten. Mit einem gemeinsamen Antrag von FDP und CDU fordert das für die Stadtteile Altstadt, Bahnhofsviertel. Europaviertel, Gallus, Gutleut und Innenstadt zuständige Gremium den Magistrat auf, auf potenzielle Spender, vor allem aus der Finanzdienstleistungsbranche und öffentlichen Institutionen wie der Europäischen Zentralbank, zuzugehen, um eine nachhaltige Finanzierung der Unterhaltungskosten durch Private sicherzustellen.

Dem Euro-Symbol droht nach Angaben des Vereins Frankfurter Kultur-Komitee, dem Besitzer, wegen fehlender Finanzierung die Versteigerung. Die Instandhaltung koste jährlich 200 000 Euro, während der Corona-Pandemie seien aber Sponsoren ausgefallen, die Beseitigung von Schäden durch Vandalismus hätten die finanziellen Reserven aufgebraucht (die FR berichtete).

Das Euro-Symbol habe sich in den vergangenen 20 Jahren zu einem Wahrzeichen Frankfurts entwickelt, dass das Bild der Stadt weltweit mitpräge, heißt es in der Begründung des Antrags. Insbesondere in der Berichterstattung über die EZB tauche sie regelmäßig in internationalen Medien auf, auch Tourist:innen ließen sich gerne vor ihr fotografieren.

Der Ortsbeirat will verhindern, dass die „Europastadt Frankfurt“ dieses Wahrzeichen verliert, heißt es im Antrag. „Gerade in diesen Zeiten, in denen der europäische Gedanke wichtiger ist denn je.“ Wegen der angespannten Haushaltssituation der Kommune sollte das Stadtsäckel jedoch nicht belastet werden, sagte Freidemokratin Ingrid von Hohnhorst. Da es in Frankfurt mehr als 200 Banken gebe, wäre die Finanzierung schon gesichert, wenn jede Bank im Durchschnitt nur 1000 Euro beisteure.

Die Skulptur sei zwar nicht schön, räumte Andreas Laeuen von den Grünen ein, doch sei sie ein „wirkungsvoller Werbeträger für die Stadt“.

Die Vorlage wurde gegen die Stimme von Ökolinx auf den Weg gebracht.

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