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Frankfurt: Mieten auf der Zeil bleiben hoch

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Auf der größten Einkaufsstraße der Stadt spielt die Gastronomie eine immer größere Rolle.

Fast doppelt so viel Fläche in Läden oder Lokalen als im Jahr zuvor ist nach Zahlen des Maklerhauses JLL im vergangenen Jahr in Frankfurt neu vermietet worden. Der Flächenumsatz lag allerdings auf vergleichsweise niedrigem Niveau. 

Eine wachsende Rolle spielt die Gastronomie. Immer häufiger werden Ladenflächen in Lokale umgewandelt. Allein in der „Foodtopia“ getauften neuen Gastro-Etage im Einkaufszentrum My Zeil gab es laut JLL zehn Neuanmietungen. 

Noch dominiert die Textilsparte die Einkaufsmeilen und -zentren. Im vergangenen Jahr entfielen aber nach Zahlen von JLL lediglich 27 Prozent der Neuanmietungen auf dieses Segment. Das ist so wenig wie nie. Dagegen spielen die Segmente Gastronomie/Food mit 20 Prozent und Gesundheit/Beauty mit 15 Prozent der Neuanmietungen eine größere Rolle als vor einigen Jahren. 

Das hat nicht zuletzt mit dem stark gewachsenen Onlinehandel zu tun. Dieser nimmt gerade den großen Modefilialen an den Einkaufsstraßen viel Umsatz ab. Teils werden inzwischen frühere Ladenflächen auch in Büroräume umgewandelt. JLL nennt als Beispiel ein neues Co-Working-Angebot im My Zeil. 

Die Spitzenmieten für die Einzelhandelsflächen in der Frankfurter Innenstadt stagnieren auf hohem Niveau. Beim Maklerhaus BNP Paribas Real Estate sieht man sie an der Zeil bei 300 Euro pro Quadratmeter, bei JLL bei 310 Euro pro Quadratmeter. Sehr hohe Mieten verlangen die Eigentümer auch in der Goethestraße mit 250 und der Freßgass mit 220 Euro pro Quadratmeter. Die Schillergasse dagegen ist mit 100 Euro pro Quadratmeter erheblich günstiger.

Auch die Passantenfrequenz stagnierte zuletzt auf hohem Niveau. 14 390 Menschen pro Stunde zählte JLL im Sommer. So viele wie in keiner anderen deutschen Einkaufsstraße.

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