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Michael Weber (CDU) lenkt künftig die Geschicke des Ortsbeirats 1.
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Michael Weber (CDU) lenkt künftig die Geschicke des Ortsbeirats 1.

Innenstadt

Frankfurt: Michael Weber setzt auf Zusammenarbeit

  • Boris Schlepper
    vonBoris Schlepper
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Der Ortsbeirat 1 ist für die Stadtteile Altstadt, Bahnhofsviertel, Europaviertel, Gallus, Gutleut und Innenstadt zuständig. Der neue CDU-Ortsvorsteher will künftig weniger Streitereien.

Am wichtigsten sind Michael Weber die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger, „das ist der Grund, warum wir hier sind“. Im Ortsbeirat gehe es nicht um Parteien, sagte der Christdemokrat in seiner Vorstellung für das Amt des Vorstehers. Als Ortsvorsteher sei er für alle verantwortlich und werde sich überparteilich „für Sie einsetzen“, sagte er in Richtung des Publikums im Römer.

Einsetzen will sich der 43 Jahre alte Lehrer auch für eine bessere Zusammenarbeit im Gremium, das für die Stadtteile Altstadt, Bahnhofsviertel, Europaviertel, Gallus, Gutleut und Innenstadt zuständig ist. In der vergangenen Wahlperiode habe es zu viele Streitereien gegeben. Von großer Bedeutung sei zudem die Kooperation mit seiner Stellvertreterin Petra Thomsen (Grüne).

Die Mehrheit im Ortsbeirat 1 musste Weber nicht überzeugen. Elf der 19 Mitglieder gaben ihm in einer geheimen Wahl ihre Stimme. Gegenkandidat Maximilian Klöckner von Die Partei bekam zwei. Grüne, SPD und CDU hatten sich bereits im Vorfeld auf die Personalie geeinigt. Und dass, obwohl die Grünen bei der Kommunalwahl im März zur stärksten Kraft wurde und nun fünf Sitze haben – SPD und CDU je drei.

Monika Christann (Linke) hatte die Wahl als ältestes Mitglied des Ortsbeirats geleitet. Der bisherige Ortsvorsteher Oliver Strank (SPD), dem dieses Recht zugestanden hätte und der nicht mehr für das Gremium kandidiert hatte, sei verhindert gewesen. Christann wies darauf hin, dass die Mehrheit der neuen Ortsbeiratsmitglieder Frauen sind, was sich in der Arbeit des Gremiums widerspiegeln müsse. Gleiches gelte für die Grünen als stärkste Kraft.

Die Grünen gaben sich indes mit dem Posten des Vizes zufrieden, für den Petra Thomsen mit 17 Stimmen gewählt wurde. Die Wahl Webers zum Ortsvorsteher bedeute nicht, dass man eine Koalition mit CDU und SPD bilde, hatte die Fraktion vor der Sitzung mitgeteilt. Sie ermögliche es, Streitigkeiten der vergangenen fünf Jahre zu befrieden, und biete den Grünen „beste Chancen“, ihre Positionen im Ortsbeirat konsequenter umsetzen zu können.

Vom neuen Miteinander lieferte das Gremium gleich eine Kostprobe. Der Antrag der Grünen, Wahlurnen würdevoller zu gestalten, fand eine breite Mehrheit, Anregungen anderer Fraktionen wurden aufgenommen. Viele Bürger:innen hätten nach der Kommunalwahl moniert, dass sie ihre Stimmzettel in Mülleimer stecken, die als Wahlurnen dienten, erläuterte Antragsteller Andreas Lauen. Sie empfänden das als respektlos. Deshalb solle die Stadt eine würdevollere, wiederverwertbare Verkleidung mit Stadtwappen schaffen. Diese könne aus Pappe sein oder aus Stoff, wie Christann ergänzte. Am besten gar aus Seide, sagte Klöckner: „Klotzen nicht kleckern.“

Die Wahlurnen sollen künftig würdevoller sein, fordert der Ortsbeirat 1.

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