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Demonstrieren für Israel und gegen die Hamas an der Hauptwache.
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Demonstrieren für Israel und gegen die Hamas an der Hauptwache.

Demonstration

Frankfurt Hauptwache: Pro-israelische Demo gegen Hass und Hetze

  • Clemens Dörrenberg
    VonClemens Dörrenberg
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Neben der propalästinensischen Demo geht am Samstag auch ein Bündnis für mehr Solidarität mit Israel auf die Straße. Unter ihnen auch der Bürgermeister Uwe Becker.

Auf der Hauptwache wurde es am Samstagnachmittag eng. Denn neben einer propalästinensischen Demonstration hatten unter anderem die Deutsch-Israelische Gesellschaft und der Verband Jüdischer Studierender Hessen zu einer Kundgebung unter dem Titel „Solidarität mit Israel – gegen antisemitischen Terror“ aufgerufen. Laut Polizeiangaben versammelten sich rund 700 Menschen vor der Katharinenkirche. Fast alle trugen Mund-Nasen-Bedeckungen. Coronakonforme Abstände wurden größtenteils eingehalten, was jedoch aufgrund des geringen Platzes teils schwer möglich war.

Einige hielten Schilder hoch mit Aufschriften wie „Israel is on the map to stay“ (Israel ist auf der Landkarte, um zu bleiben) oder „Israel muss sich verteidigen“. Auch leise Gesänge waren anfangs zu hören. Eine mehrere Meter lange israelische Flagge hielten Demonstrierende in Richtung der gegenüber stattfindenden Kundgebung. Durch Absperrgitter vom Café Hauptwache bis zur Traffiq-Verkehrsinsel, eine einige Meter breite Pufferzone und mehrere Reihen von Polizeikräften waren beide Demonstrationen voneinander getrennt. Passant:innen wurden drum herum geleitet.

Fernsehmoderator Michel Friedman auf Demo in Frankfurt: „Keine politische Legitimation für Terror“

Neben größeren Fahnen, die im Wind wehten, hielten zahlreiche Demoteilnehmende kleine Papierfähnchen mit dem blauen Davidstern in die Höhe. Frankfurts Bürgermeister Uwe Becker (CDU), der ebenfalls eines der weiß-blauen Fähnchen in der Hand hielt, forderte Frieden in Nahost, Solidarität und „ein klares Bekenntnis für jüdisches Leben in unserer Stadt“.

Er sagte: „Ich bin dankbar, dass in Frankfurt am Main eine der stärksten jüdischen Gemeinden zu Hause ist“. Für Hass und Hetze dürfe es weder in Frankfurt, Hessen, noch in ganz Deutschland „nur einen Zentimeter Platz geben“. Becker, der auch hessischer Antisemitismusbeauftragter ist, hob die Unterstützung Israels hervor. „Solange der Terror dort regiert, darf kein deutsches Steuergeld nach Gaza fließen“, sagte er und bekam dafür viel Applaus.

Der Publizist und Fernsehmoderator Michel Friedman sagte in seiner Rede: „Es gibt keine politische Legitimation für Terror“. Er forderte einen „friedlichen Dialog“. An die Demonstrierenden hinter den Absperrungen gerichtet, fügte er hinzu: „Die Hamas steht nicht aufseiten der Palästinenser, sondern benutzt die Leben der Menschen für ihre Terrorakte“.

Landtagsabgeordnete Turgut Yüksel in Frankfurt: „Kein Frieden, solange Hamas regiert“

Während der Ansprachen waren immer wieder lautstarke Parolen propalästinensischer Demonstrierender zu hören, von denen sich zahlreiche in die Mitte des Platzes drängten. Der hessische Landtagsabgeordnete Turgut Yüksel (SPD) sagte: „Dem palästinensischen Volk wünsche ich Frieden, aber solange die Hamas regiert, wird es keinen Frieden geben“. Yüksel sprach sich gegen Ausgrenzung, Rassismus und Antisemitismus aus. „Wer Juden angreift, greift mich an, das ist Ausdruck meiner Solidarität“, sagte er.

„In der Gegenwart und der Zukunft müssen wir Antisemitismus mit aller Entschiedenheit entgegentreten“, sagte Kyra Beninga, Sprecherin des Allgemeinen Studierendenausschusses der Goethe-Uni, der zu den Mitveranstaltern der Demo zählte. Nach den letzten Gewaltausbrüchen im Nahostkonflikt spitze sich die „Bedrohungslage in vielen deutschen Städten“ zu. Jüdinnen und Juden müssten in Deutschland jedoch sicher leben können. Alon Mayer, Präsident des Sportvereins TUS Makkabi Frankfurt, sagte: „Judenhass ist inakzeptabel und darf nicht mit der Lage in Nahost gerechtfertigt werden“. (Clemens Dörrenberg)

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