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Konfrontation auf der Zeil: junge Leute und Polizisten.

Einkaufsstraße Zeil

Festnahme und Verletzte bei Flashmob auf der Frankfurter Zeil

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Bei einem Flashmob auf der Zeil in Frankfurt schreitet die Polizei ein. 

Bei einem Flashmob in der Frankfurter Innenstadt hat es am Samstagabend zwei Verletzte gegeben. Rund 600 junge Menschen versammelten sich nach Polizeiangaben ab 18 Uhr auf der Zeil und rannten dann ohne ersichtlichen Grund um die Hauptwache. Eine Augenzeugin berichtete der FR, es sei wegen der noch immer sehr belebten Innenstadt „ein bedrohliches Szenario gewesen“. Nach ihrer Ansicht wollten die jungen Leute „mit der Polizei Katz und Maus spielen“ und nahmen dabei keinerlei Rücksicht auf die Passanten.

Die Polizei, die wegen zahlreicher Demonstrationen in der Innenstadt noch mit vielen Beamten vor Ort war, erteilte dem mutmaßlichen Organisator des Flashmobs daraufhin einen Platzverweis. In der Folge wurde ein Polizist aus der Menge heraus angegriffen und von einem 17-Jährigen ins Gesicht geschlagen. Die Polizei brachte den Angreifer daraufhin zu Boden. Dabei wurde der 17-Jährige verletzt und musste ambulant behandelt werden.

Aus der Menge heraus wurde daraufhin mit Steinen geworfen und nach Polizeiangaben ein Beamter leicht am Kopf verletzt. Zwei weitere Beamte, die getroffen wurden, blieben demnach unverletzt. Gegen 20 Uhr war die Situation wieder unter Kontrolle, der Flashmob löste sich auf.

Nach Angaben der Polizei auf dem Kurznachrichtendienst Twitter waren zwei You-Tuber für die Aktion verantwortlich. Einen Zusammenhang mit den Demonstrationen, die am Samstag in der Innenstadt abgehalten wurden, sah die Polizei nicht. Erst wenige Minuten vor Beginn des Flashmobs war am Roßmarkt die Demonstration „Save the Internet“ zu Ende gegangen, bei der 8000 überwiegend junge Menschen friedlich gegen Eingriffe im Internet und das neue EU-Urheberrecht auf die Straße gegangen waren.

Auch einen Zusammenhang mit einem ähnlichen Vorfall am Donnerstagabend in Berlin konnte die Polizei nicht herstellen. Auf dem Alexanderplatz hatten sich nach einem Aufruf im Internet rund 400 junge Leute versammelt. 50 von ihnen waren mit Fäusten und Pfefferspray aufeinander losgegangen. Der Grund für die Schlägerei soll ein Streit zweier Rapper sein. Anders als in Berlin waren die Teilnehmer des Flashmobs in Frankfurt aber nicht untereinander handgreiflich geworden. Die Polizei prüft, inwieweit die Verantwortlichen des Flashmobs für die Kosten aufkommen müssen.

Von Oliver Teutsch

Die Schuh-Filiale Görtz zieht von der Biebergasse in Frankfurt in die Kaiserstraße. Auch in der Filiale auf der Zeil stehen Veränderungen an.

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