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Jeden Samstag und Donnerstag findet an der Konstablerwache der Erzeugermarkt statt. Die regionalen Produkte der Landwirte aus dem Rhein-Main-Gebiet sind beliebt bei den Frankfurterinnen und Frankfurtern.
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Jeden Samstag und Donnerstag findet an der Konstablerwache der Erzeugermarkt statt. Die regionalen Produkte der Landwirte aus dem Rhein-Main-Gebiet sind beliebt bei den Frankfurterinnen und Frankfurtern.

Innenstadt

Erzeugermarkt soll wachsen

Zu eng, zu voll: Der für die Innenstadt zuständige Ortsbeirat 1 plädiert dafür, den Erzeugermarkt auf der Konstablerwache zu erweitern. Er schlägt mehr Stände und Fläche vor - unter anderem an der Staufenmauer. Die Stadt ist skeptisch.

Ist der Erzeugermarkt an der Konstablerwache ein Opfer seines eigenes Erfolgs geworden? Ja, meint der Ortsbeirat 1 (Altstadt, Bahnhofsviertel, Europaviertel, Gallus, Gutleutviertel, Innenstadt) und regt beim Magistrat mehr Stände und Fläche für den Markt an.

Bereits im Sommer 2019 habe sich gezeigt, dass die Fläche des Erzeugermarkts und die Zahl der Stände zu gering sei, um die Nachfrage zu befriedigen, begründet der Ortsbeirat seinen Vorstoß. Immer wieder gebe es Klagen über langes Anstehen, ausverkaufte Waren und Beengtheit. Für Abhilfe könne eine Ausweitung des Marktgeschehens sorgen, schlägt das Gremium vor. Im Blick hat es die Reineckstraße und die Fahrgasse zwischen Konstablerwache und Töngesgasse sowie den umzäunten Platz vor der Staufenmauer.

In diesem Zusammenhang gibt der Ortsbeirat zu bedenken, dass der Absatz ökologisch erzeugter Lebensmittel im Jahr 2020 bundesweit um 27 Prozent gestiegen sei: „Diesem Trend sollten auch die Frankfurter Wochenmärkte und hier insbesondere der Erzeugermarkt Rechnung tragen können. Dies kann nur über eine Ausweitung der Flächen und attraktivere Gestaltung des Platzes geschehen.“ Damit erhielten zusätzliche Marktbeschicker:innen die Möglichkeit, Stände anzumieten – wobei man Anbieter:innen nachhaltig erzeugter Lebensmittel vorrangig berücksichtigen solle.

Überdies plädiert das Gremium für einen barrierefreien Zugang zum Plateau gegenüber dem Ende der Fahrgasse. Das käme vor allem Bewohnerinnen und Bewohnern der südlichen Innenstadt und der Altstadt entgegen, wäre aber auch eine Verbindung zu den Erweiterungsflächen des Marktes. Außerdem könne am Platz vor der Staufenmauer ein gutes und gesundes gastronomisches Angebot geschaffen werden, regt das Gremium an. Die bislang dafür genutzten Flächen seien zu klein und zu beengt.

Der Magistrat verweist darauf, dass man mögliche Erweiterungen des Erzeugermarktes in den Bereich Fahrgasse und Reineckstraße sowie auf den Platz vor der Staufenmauer geprüft habe. Die Fahrgasse diene unter anderem als Rettungsweg für Bewohner:innen angrenzender Mehrfamilienhäuser. Dafür müsse die volle Straßenbreite zur Verfügung stehen, heißt es in einer Stellungnahme. Ähnlich sei die Situation in der Reineckstraße. „Die mögliche Nutzfläche an Fahrgasse und Reineckstraße ist unter den Aspekten des Brandschutzes für einen regelmäßigen Wochenmarktbetrieb unzureichend dimensioniert“, resümiert der Magistrat. Probleme gebe es dort auch mit Stromanschlüssen. Deshalb halte man eine Erweiterung des Erzeugermarktes in diesem Bereich „nicht für genehmigungsfähig“.

Anders sehe es an der Staufenmauer aus. Das Areal soll in absehbarer Zeit umgestaltet werden. Bis dahin könnte es für den Markt genutzt werden, informiert der Magistrat, und auch danach sei dort die Aufstellung von Ständen denkbar.

Einen zusätzlichen barrierefreien Aufgang zum Plateau lehnt er jedoch ab. Das würde „einen elementaren Eingriff in die Struktur des Plateaus und die Decke der B-Ebene bedeuten“. Möglicherweise wäre davon auch die Statik betroffen. „Die bereits vorhandenen Rampen auf der Ost- und Westseite des Plateaus genügen den barrierefreien Ausbaustandards“, so der Magistrat.

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