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Der Teich wurde zuletzt vor etwa 20 Jahren entschlammt.
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Der Teich wurde zuletzt vor etwa 20 Jahren entschlammt.

Innenstadt

Dosen im Rechneigraben-Weiher

Für mache wirkt das Wasser verdreckt, die Stadt reinigt aber regelmäßig. Eine Entschlammung des Teichs in Frankfurt ist in naher Zukunft nicht geplant.

Es schwimmen mehr Getränkedosen und Plastikmüll als Enten und Gänse im Teich im Rechneigraben. Peter Böhme ist schockiert über den Zustand des Gewässers an der Lange Straße. „Das Wasser ist ganz trüb. Früher konnte man bis auf den Grund hinunter schauen und die Fische beobachten. Der Teich muss dringend gereinigt werden“, sagt der 82-Jährige.

Der pensionierte Polizist hat früher ganz in der Nähe gearbeitet und war kürzlich in den Rechneigraben gekommen, um Erinnerungen aufzufrischen. Eine ältere Dame habe ihm erzählt, dass sie schon häufiger Jugendliche beobachtet habe, die Dosen oder Flaschen in den Teich geworfen hätten. Das sei nicht zu tolerieren, findet Böhme. Er vermutet, dass sich auf dem Grund Unmengen von Unrat angesammelt haben.

Um seine Vermutung zu überprüfen, müsste das Wasser abgelassen werden. Das wird laut Lena Berneburg vom Grünflächenamt bei der Entschlammung gemacht. Dabei werden Sedimente sowie Ablagerungen aus Laub und sonstigen Einträgen entfernt. In der Regel stehe die Maßnahme alle 15 bis 20 Jahre an, im Moment sei sie im Rechneigraben nicht geplant, andere Gewässer stünden weiter oben auf der Prioritätenliste. Die letzte Entschlammung im Rechneigraben sei 2002/2003 gewesen.

Gereinigt werde der Weiher aber regelmäßig. „Müll und Unrat in den Uferbereichen und auf der Wasseroberfläche werden drei Mal pro Woche eingesammelt“, sagt Berneburg. Böhmes Angaben kann sie nicht bestätigen. Nach den Erfahrungen des Grünflächenamts sei es die vergangenen 30 Jahre nicht möglich gewesen, bis auf den Grund zu schauen. Was für den Laien schmutzig wirke, seien in Wahrheit nur Schwebstoffe, die zum Beispiel von der Fontäne aufgewirbelt würden. Es befänden sich auch Pflanzen, Kleinstlebewesen und Schwebstoffe im Wasser, wodurch dieses immer trüb erscheine. Algen seien im Rechneigraben-Weiher kein großes Problem. Die Fontäne versorge das Wasser ständig mit Sauerstoff. Den benötigen vor allem die Fische, die nicht von der Stadt eingesetzt wurden. „Sie wurden freigelassen oder über Vögel per Fischeier eingebracht.“

Den Schlamm zu entfernen ist teuer. 300 000 Euro hat dies vor fast 20 Jahren für den Rechneigraben-Weiher gekostet. Allerdings: Damals wurde auch die Teichfolie erneuert – das allein schlug laut Berneburg mit rund 100 000 Euro zu Buche. Größere Reinigungsaktionen dauern oft mehrere Wochen. Zunächst muss das Wasser abgepumpt oder abgelassen werden. Nur bei großen Weihern wird die Entschlammungen mit besonderen Geräten durchgeführt.

Mit der Reinigung des Weihers hat sich vor kurzem auch der für die Innenstadt zuständige Ortsbeirat 1 beschäftigt. In einem SPD-Antrag stellt das Gremium eine Liste von Fragen zur Entschlammung des Gewässers: zu Kosten, Häufigkeit und wann die Stadt dort das nächstes Mal aktiv wird. Anwohner:innen hätten sich über den Zustand und die Qualität des Gewässers beklagt, heißt es in der Vorlage. mit bos

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