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Innenstadt

Corona-Statistik für die Stadtteile

  • Boris Schlepper
    VonBoris Schlepper
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Der Ortsbeirat erbittet die Stadt um Auskunft, wer in den Innenstadtbezirken an Covid-19 erkrankt, genesen oder geimpft ist. Das Gesundheitsdezernant zeigt sich skeptisch.

Wie viele Menschen sind im Gallus an Covid 19 erkrankt, wie viele im Gutleut wieder genesen und wie viele Menschen im Bahnhofsviertel haben sich impfen lassen? Der Ortsbeirat 1 (Altstadt, Bahnhof, Europaviertel, Gallus, Gutleut, Innenstadt) will möglichst genau wissen, wie die aktuelle Corona-Lage im Ortsbezirk und in seinen Stadtteilen ist. Einem Antrag der FDP folgend hat das Gremium mehrheitlich eine entsprechende Anfrage an den Magistrat gestellt.

In dieser wird etwa nach den 3- und 7-Tage-Inzidenzen gefragt, nach den Gesamtzahlen der an Corona erkrankten, gestorbenen und bereits genesenen Menschen. Auch will das Stadtteilparlament wissen, wie viele Impfungen es gab. Um die Daten besser vergleichen zu können, sollen die Zahlen ins Verhältnis zu den jeweiligen Einwohnerzahlen gesetzt werden.

Eine lokale Corona-Statistik könne helfen, notwendige Maßnahmen zu identifizieren, begründet Freidemokrat Stephan Korte seinen Antrag, „etwa mit Blick auf lokale Ausbruchhäufungen oder lokal auffällig gering ausgeprägte Impfbereitschaft“. Durch die Daten könnten dann etwa gezielt Menschen vor Ort aufgeklärt werden, „und wenn es irgendwo besonders gut läuft, kann man schauen, woran es liegt – und es auf andere Stadtteile übertragen“.

Die Stadt erhebe die Corona-Daten derzeit für ganz Frankfurt, sagt Kirsten Gerstner vom Gesundheitsdezernat auf Anfrage. Diese wöchentlich oder gar täglich auf einzelne Stadtteile herunterzubrechen, sei für das Gesundheitsamt personell nicht möglich, „das ist eine riesige Arbeit“. Denkbar sei gegebenenfalls eine monatliche Aufschlüsselung, doch sei fraglich, was dem Ortsbeirat die Angaben brächten. Auch lägen nicht alle geforderten Angaben vor. So werde etwa nicht genau aufgedröselt, wer in welchem Stadtteil wohne, der sich impfen lasse, „das wäre ein großer Aufwand“.

Bericht im Juli

Derzeit arbeite die Stadt jedoch an einem öffentlichen Bericht, so Gerstner, der im Juli veröffentlich werden soll. In diesem werde die Entwicklung in der Stadt und in den einzelnen Quartieren seit Beginn der Corona-Pandemie wiedergegeben. Daraus könne abgelesen werden, wie sich die Lage jeweils vor Ort entwickelt hat. Die Zahlen im Bericht sollen anhand von sozioökonomischen Angaben erläutert werden. Etwa, dass es in einem Stadtteil mehrere Altenheime gibt und wie sich dies auf die Zahl der Infektionen auswirkt. „Damit man keine falschen Rückschlüsse zieht und die Daten richtig analysiert werden können“, so Gerstner.

Grüne, Linke und Volt im Ortsbeirat stimmten der FDP Vorlage nicht zu. Eine derartige Statistik sei zu teuer und aufwendig, sagte Andreas Laeuen (Grüne). Das könne das Gesundheitsamt nicht leisten, auch werde es die Stadtteilpolitiker und Stadtteilpolitikerinnen mit den Angaben überfordern.

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