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Die Stadtteile Altstadt und Innenstadt werden zusammengelegt.

Innenstadt

Innenstadt: Kritik an Reform

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Zahl der Sozialbezirksvorsteher im Ortsbezirk 1 soll nicht reduziert werden, kritisieren die von der Neuordnung betroffenen. Schon jetzt seien die Ehrenamtler ausgelastet.

Die Menschen im Ortsbezirk 1 müssen künftig mit einem Sozialbezirksvorsteher weniger auskommen. Die Stadtteile Altstadt und Innenstadt werden zusammengelegt, statt zwei ist also nur noch einer eingeplant, das Gleiche gilt für das Bahnhofsviertel und das Gutleut. Dafür bekommen die Vorsteher aus dem Gallus einen dritten hinzu.

Über die Satzungsänderung informierte Herbert Jacobs vom Jugend- und Sozialamt den betroffenen Ortsbeirat 1. Weil die Bevölkerungszahlen, für die ein Sozialbezirksvorsteher zuständig ist, in Frankfurt stark variieren, sollen sie besser verteilt werden, so das Ziel der Änderung.

Das Klientel der zu Betreuenden sei in den Stadtteilen sehr unterschiedlich, gibt Sozialbezirksvorsteherin für die Altstadt, Katharina Wilhelm, zu bedenken. In der Altstadt lebten etwa sehr viele Senioren, Einsamkeit sei dort ein großes Thema. Im Bahnhofsviertel sehe die Situation anders aus, die Sozialpfleger würden speziell geschult.

Man habe schon genug zu tun, helfe beim Einkaufen, beim Ausfüllen von Anträgen oder begleite bei Arztbesuchen. Viele hätten sich an ihre Pfleger gewöhnt und seien enttäuscht, wenn jemand anders käme. Beim Umlegen der Bezirke sei sehr viel Feingefühl gefragt.

Die Einwohnerzahl könne kein Maßstab dafür sein, wie viele Menschen Hilfe brauchen, sagt Christian Metz, Sozialbezirksvorsteher im Bahnhofsviertel. Es sei eine prekäre Situation.

Der Ortsbeirat kann nun in Absprache mit den Sozialbezirksvorstehern Einwände gegen die Änderungen vorbringen.

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