So soll das Gebäude mit 14 Mietwohnungen von Osten aus aussehen. Bild: Wohnbaugenossenschaft in Frankfurt eG

Wohnen in Frankfurt

Am Röderbergweg wird nachverdichtet

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Die Wohnbaugenossenschaft in Frankfurt darf nun doch am Röderbergweg nachverdichten. 14 Wohnungen sollen entstehen, die für zehn Euro pro Quadratmeter vermietet werden.

Die Wohnbaugenossenschaft in Frankfurt (WBG) will Anfang kommenden Jahres mit dem Bau von 14 Mietwohnungen im Innenhof ihrer Liegenschaft am Röderbergweg 75-81 beginnen. Nachdem die städtische Bauaufsicht den Bauantrag für den Neubau mit drei Geschossen plus Staffelgeschoss in einem bisher mit Garagen bebauten Hof im Sommer ablehnte, liegt nach Angaben des Bauherrn nun die Baugenehmigung vor.

Grund für die Verzögerung sei ein Formfehler gewesen, der nun geheilt sei. Cora Lehnert, hauptamtliches Vorstandmitglied der WBG, rechnet mit einer Bauzeit von etwa 18 Monaten. Die Kaltmiete für die Wohnungen im Passivhausstandard werde bei etwa zehn Euro pro Quadratmeter liegen, sagte sie am Donnerstag auf Anfrage der FR. Eine Tiefgarage mit 17 Stellplätzen entsteht. Die Genossenschaft investiere etwa vier Millionen Euro in das Projekt.

Nachbarn haben in den vergangenen Monaten immer wieder, auch in den Ausschüssen des Stadtparlaments, vor den ökologischen Auswirkungen der Nachverdichtung gewarnt, dem negativem Effekt auf das Stadtklima. Kritik äußerten sie etwa am Fällen von Bäumen.

„Grundsätzlich verstehen wir die Bedenken“, sagt Lehnert. Die Genossenschaft könne die zahlreichen Anfrage nach bezahlbarem Wohnraum aber nicht mal ansatzweise bedienen und habe nun die Möglichkeit, auf eigenem Grundstück kostengünstige Wohnungen zu bauen. Das Projekt werde zudem das gesamte Areal aufwerten und auch von Vorteil für die bisherigen Bewohner sein. Lehnert weist etwa auf den Bau einer Dachterrasse und eines Gemeinschaftsraums hin, die auch für die anderen Mieter der Genossenschafswohnungen nutzbar sein werden. Zudem sinke die Miete der Bestandsmieter, weil der Flächenanteil des Grundstücks nun auf mehr Wohneinheiten aufgeteilt werden könne.

Die WGB geht davon aus, dass das Projekt sogar zu einer klimatischen Verbesserung führt. Zwar würden sechs Bäume, von denen vier nicht erhaltenswert seien, gefällt, zwei versetzt. Ersatzpflanzungen seien aber geplant. Zudem würden die Außenanlage größer. Fassaden und Dach sollen laut Bauherr begrünt werden, Pflanztröge auf das Dach gestellt werden.

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