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Kubi-Geschäftsführer Arif Arslaner in den Räumen im Ostend.
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Kubi-Geschäftsführer Arif Arslaner in den Räumen im Ostend.

Migrantische Organisationen

Initiative gegen Rassismus in Frankfurt gestartet

  • Stefan Simon
    VonStefan Simon
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Der Verein für Kultur und Bildung (Kubi) vernetzt mit dem Projekt „Mond“ migrantische Organisationen im Kampf gegen Rassismus. Bereits 14 Organisationen und Vereine sind dabei.

Frankfurt - Der Verein für Kultur und Bildung (Kubi) hat im Juni die Arbeit an dem Projekt „Mond – Migrant:innen Organisationen Netzwerk für Demokratie“ aufgenommen. Ziel des Projekts ist, migrantische Organisationen im Kampf für Demokratie und gegen Rassismus miteinander zu vernetzen.

Es ist das erste Projekt des Aktionsplans gegen Rassismus und Rechtsextremismus der Stadt Frankfurt. Die Frankfurter Rundschau begleitet das Projekt als Medienpartner. „Mond“ wird darüber hinaus als Teil des Landesprojekts „Hessen – aktiv für Demokratie und gegen Extremismus“ gefördert. Die Finanzierung ist für drei Jahre gesichert.

Initiative gegen Rassismus in Frankfurt: Umfangreiches Schulungsprogramm

Der Kernbestandteil des Projekts ist die Ausbildung zur Multiplikatorin oder zum Multiplikator. „Interessierte Personen können sich bei uns bewerben und an der Ausbildung teilnehmen“, sagt Gelincik Tuzcu, Projektleiterin von „Mond“. Die Ausbildung dauere etwa neun Monate und umfasse monatliche Veranstaltungen. Diese beginnen zunächst mit einem Workshop, an dem alle Mitglieder der Vereine teilnehmen können. Darauf aufbauend finden die vertiefenden Veranstaltungen für die Schulung statt. Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung wird ein Zertifikat ausgehändigt.

Das Schulungsprogramm umfasst 18 Workshops. Den Schwerpunkt bilden Themen zu Demokratie, Partizipation, politische Bildung, Integration und Diskriminierung. Außerdem werden praxisnahe Themen wie Projektmanagement, Finanzierung für Vereine und Öffentlichkeitsarbeit behandelt. Nach der erfolgreichen Ausbildung können die Absolventinnen und Absolventen selbst Workshops anbieten. Zu den Referentinnen und Referenten zählen neben Kubi-Angestellten unter anderem der Sozialpädagoge Rudolf Leiprecht. Er lehrt als Professor an der Carl-von-Ossietzky-Universität in Oldenburg. Auch die Goethe-Universität unterstützt das Projekt mit Schulungsangeboten sowie bei der Zertifikatsverleihung.

Neue Initiative gegen Rassismus in Frankfurt: 14 Organisationen aus dem Rhein-Main-Gebiet dabei

Bisher seien 14 Organisationen aus Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet mit dabei, sagt Anna Latsch, Vize-Geschäftsführerin von Kubi. Dazu zählen etwa der jüdische Sportverein TuS Makkabi Frankfurt, die türkische Kulturgemeinde Fechenheim, der ägyptische Verein Darmstadt oder die Lettische Gesellschaft in Frankfurt. Nach Angaben des Amts für multikulturelle Angelegenheiten (Amka) gebe es rund 300 migrantische Organisationen und Vereine, sagt Tuzcu. Das Ziel sei daher, noch weitere in das Projekt zu integrieren. Einfach sei das aufgrund der Pandemie jedoch nicht. „Der Vorteil ist, dass uns viele Vereine kennen. Es ist nur schwierig für viele, mitzuwirken, weil sie sich in den vergangenen Monaten nicht treffen und sich darüber beraten konnten“, sagt sie.

Projekt „Mond“

Weitere Informationen unter 069/ 87 00 25 878 oder mond@kubi.info.

Am 6. Juli geht es mit dem zweiten Workshop zur Öffentlichkeitsarbeit weiter. Begonnen hatte das Projekt „Mond“ mit einem Workshop zum Projektmanagement. Mitte September ist, je nach Pandemielage, ein Sommerfest mit einem internationalen musikalischen und kulinarischen Angebot geplant. (Stefan Simon)

Auch in der Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt ist ein neues Projekt zur Prävention von Rassismus und Antisemitismus gestartet.

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