Neue 0,5-Liter-Flaschen für die 3b der Merianschule.
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Neue 0,5-Liter-Flaschen für die 3b der Merianschule.

Schulen

Initiative für richtiges Trinken an Grundschulen

  • Timur Tinç
    vonTimur Tinç
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Grundschüler sollen in einem Projekt das richtige Trinken und das Richtige trinken lernen. Wer Cola oder Eistee trinkt, bekommt weniger Punkte.

Eine blaue Trinkflasche, eine Stempelkarte und ein Flyer. Die Schülerinnen und Schüler der 3b der Merianschule haben kürzlich als Kinder einer von zwölf Schulen ein Starterpaket für das Projekt „Trink dich fit – denn Durst macht schlapp“, erhalten. Die Initiative des Sportkreises Frankfurt in Kooperation mit dem Deutschen Institut für Sporternährung will damit ein Bewusstsein bei Grundschulkindern schaffen, um ausreichend zu trinken. Sie läuft noch bis zum 18. Dezember. „Um konzentriert zu bleiben, sollten Grundschulkinder bis mittags zirka einen halben Liter Flüssigkeit zu sich nehmen“, sagt Projektleiter Sven Trinkaus vom Sportkreis. Auf den ganzen Tag verteilt sollten Sieben- bis Zehnjährige einen Liter trinken

31 Grundschulen, die an der Aktion „Schulkids in Bewegung“ teilnehmen, waren angeschrieben worden, zwölf erklärten sich bereit mitzumachen. „Mit dieser Zahl sind wir zufrieden, da es in Zeiten von Corona nicht einfach ist, etwas Neues umzusetzen“, sagt Trinkaus. Der Ablauf sieht wie folgt aus: Die Kinder bringen ihre Getränke in die Schule mit – im Optimalfall stellt die Schule Wasserkästen zur Verfügung –, und nach Unterrichtsende wird geschaut, ob die Flaschen ausgetrunken wurden. Ist das der Fall, bekommen die Kinder einen Stempel in Form einer Wasserflasche.

Als geeignete Getränke stehen Mineralwasser, ungesüßte Tees und Fruchtsaftschorlen im Verhältnis ein Viertel Saft, drei Viertel Wasser auf dem Flyer. Kakao, Eistee oder Cola sind die Gegenbeispiele. „Es gibt immer nur einen Stempel“, erklärt Trinkaus. „Auch zu viel zu trinken ist nicht gut.“ Dazu haben die Klassenlehrerinnen und -lehrer ein Buch, einen Leitfaden sowie Arbeitsblätter zum Thema bekommen.

Ziel ist es, dass alle Klassen möglichst viele Stempel sammeln; die drei besten bekommen einen Preis. Im kommenden Jahr würde der Sportkreis das Projekt gerne ausweiten. Entweder auf die bisherigen 31 Teilnehmer von „Schulkids in Bewegung“ oder auf das gesamte Stadtgebiet, sagt Trinkaus. „Wir müssen aber noch abwarten, inwiefern das umsetzbar ist.“

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