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In Gedenken an Emil Mangelsdorff

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Von: Meike Kolodziejczyk

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Tony Lakatos hat oft mit Emil Mangelsdorff gespielt. Germaine Nassal
Tony Lakatos hat oft mit Emil Mangelsdorff gespielt. Germaine Nassal © Germaine Nassal

Die Frankfurter Bürgerstiftung widmet ihr seit 2020 ausgerichtetes Festival „Swing-Spring“ der verstorbenen Jazzlegende – und ruft zu Spenden für die Ukraine auf

Sein letztes Konzert gab er vergangenen November im Holzhausenschlösschen in Frankfurt, im Januar ist er 96-jährig gestorben: der wunderbare Emil Mangelsdorff, der bereits zu Lebzeiten eine Legende war. Die Frankfurter Bürgerstiftung widmet dem großen Sohn der Stadt ihr seit 2020 veranstaltetes Jazzfestival „Swing-Spring“, das am Freitag, 25. März, beginnt. Bis zum 3. April werden hochkarätige Jazzmusiker im Holzhausenschlösschen, Justinianstraße 5, spielen.

Unter der künstlerischen Leitung von Pianist Thilo Wagner, der bis zum Schluss Mitglied des Emil-Mangelsdorff-Quartetts war, wird an fünf Abenden jeweils einem besonderen Musiker der Zeitepoche des Swing musikalisch Tribut gezollt. Zum Abschluss gibt es ein Familienkonzert, zu dem die Schlossfenster für alle großen und kleinen Gäste des Holzhausenparks geöffnet werden. Bei freiem Eintritt können alle zuhören und zusehen und sind eingeladen, Picknickdecken und Essen mitzubringen. Auch die anderen Konzerte werden vom Holzhausenpark aus zu erleben sein.

Emil Mangelsdorff hinterlässt nicht nur als Jazzer, „sondern auch als überzeugter Demokrat deutliche Spuren“, heißt es in der Ankündigung der Frankfurter Bürgerstiftung. „In Zeiten, in denen viele Menschen heimatlos und sinnlos umgebracht wurden und werden und sich nach Frieden für ihre Familien sehnen, wird einmal mehr deutlich, wie wichtig der unermüdliche Einsatz für Freiheit und Demokratie ist.“ Dafür stehe die Stiftung, die zu Spenden für notleidende Menschen aus der Ukraine aufruft.

Den Auftakt des „Swing-Spring“ übernehmen am 25. März, 19.30 Uhr, Thilo Wagner und sein gleichnamiges Trio mit einem Programm rund um bekannte Pianisten der 1950er Jahre (Oscar Peterson, Ahmad Jamal, Wynton Kelly). Das Bernhard-Ullrich-Quintett feat. Dizzy Krisch widmet sein Konzert am 26. März dem „King of Swing“, Benny Goodman. Am 27. März präsentiert die Allotria Jazzband Dixieland und Swing. Das nächste Konzert gestaltet die Stuttgarter Band Swingin’ Woods am 1. April mit einer Hommage an Nat King Cole. Am 2. April spielen die Musiker des Emil-Mangelsdorff-Quartetts sowie Peter Weniger, Wilson de Oliveira und Tony Lakatos als besondere Gäste für ihren verstorbenen Bandleader. Das abschließende Familienkonzert gestaltet die Jazzband „Hoppel, Hoppel Rhythm Club“. myk

Tickets, Spenden und Informationen: www.frankfurter-buergerstiftung.de

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