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In Frankfurter Kitas fehlen Personal und Tests

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Von: Sandra Busch

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Eine Pflicht zum Testen gibt es in Kitas nicht.
Eine Pflicht zum Testen gibt es in Kitas nicht. © dpa

Eltern fordern, dass Frankfurt die Tests zentral für Kitas beschaffen soll. Denn nicht alle Kitas bestellen sie derzeit. Wegen Personalmangel sind zudem die Öffnungszeiten nicht sichergestellt.

Den Umgang mit Testungen in Kitas kritisierten Eltern am Montag im Bildungsausschuss. Eigentlich sollen die Träger Tests beschaffen und an die Eltern weitergegeben oder in der Kita testen. Doch nicht alle Träger würden Tests bestellen, sagte ein Vater der Initiative „Frankfurter Eltern für Kita-Tests“. Nun gebe es inzwischen Ausbrüche an Kitas, es fehle aber ein Konzept, Informationen und Materialien zum Testen.

Ein weiterer Vater monierte, dass jede Kita selber entscheide, ob sie die Tests beschafft oder nicht. „Warum kümmert sich die Stadt nicht zentral darum“, fragte er. Auch die CDU fordert in einem Antrag, dass Corona-Tests für Kleinkinder zentral zu beschaffen und den Trägern anzubieten sein sollten. „Zumindest für die kleinen Träger sollte die Stadt das übernehmen“, sagte Sara Steinhardt, bildungspolitischen Sprecherin der CDU.

Für Corona-Tests von Kitakindern gibt es keine einheitliche Regelung in Hessen. Nicht einmal eine Empfehlung, flächendeckend zu testen, sagte Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD). Aber die Tests würden zur Hälfte vom Land und zur Hälfte von der Stadt bezahlt. 1,9 Millionen Euro stelle die Stadt dafür bereit. Sie zentral zu besorgen „ist langwierig und ein bürokratischer Aufwand“. Denn die Stadt müsste eine Ausschreibung machen. Es sei schneller, wenn die Träger selbst Tests besorgen würden.

Einige Kitas würden in der Einrichtung testen oder Tests mit nach Hause geben, in anderen kämen Testmobile vorbei. Allerdings würden tatsächlich nicht alle Kitas Tests bereitstellen. Am Montag habe sie mit den Trägern verabredet, dass nun alle die Beschaffung organisieren, sagte Weber. Die großen Träger seien schon dabei, für kleinere sei es schwieriger. „Wir werden kurzfristig als Stadt ein Kontingent bereitstellen für Träger, die es nicht hinbekommen.“ Allerdings müsse die Elternschaft mitziehen. „Es ist nur so effektiv, wie die Eltern mitmachen.“

Auch verkürzte Öffnungszeiten in den Kitas monierten Eltern. Wenn die Kita statt um 7.30 Uhr erst um acht Uhr aufmachten, dann „kann ich als Lehrer nicht um acht Uhr vor meiner Klasse stehen“, sagte ein Vater. Auch könne er keinen Nachmittagsunterricht mehr erteilen, weil die Kita früher schließe. „Andere Berufsgruppen stehen auch vor dem Problem.“ Der Hygieneplan des Landes gelte, sage Weber. Danach ist in festen Gruppen zu arbeiten, um Kontakte zu minimieren. „Das hat die Konsequenz, dass mehr Personal gebraucht wird.“ Zudem gebe es aktuell „geballt Infektionskrankheiten im üblichen Sinne“, so Weber. „Es gibt überall Personalengpässe.“ Öffnungszeiten könnten nicht überall sichergestellt werden. Doch die Einrichtungen könnten entscheiden, wie sie die Öffnungszeit legt. „Sie können sie mit den Eltern zusammen festlegen.“

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