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Die Nidda-Kampfbahn wird ihren Namen beibehalten, nur das Wappen an der Nidda-Halle würde sich ändern. hoyer
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Die Nidda-Kampfbahn wird ihren Namen beibehalten, nur das Wappen an der Nidda-Halle würde sich ändern.

Sport

In den Schoß von Eintracht Frankfurt

  • Timur Tinç
    vonTimur Tinç
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Die SG Nied will mit dem größten Frankfurter Verein fusionieren. Die Halle soll bis zum Jahr 2023 für rund zwei Millionen Euro saniert werden.

In den vergangenen Jahren sind mehrere Vereine in Eintracht Frankfurt aufgegangen. Fechten und Ringen sind auf diese Weise als neue Abteilungen hinzugekommen. Zuletzt, am 1. Juli des vergangenen Jahres, schlossen sich die Fußballerinnen des 1. FFC Frankfurt der Eintracht an. Jetzt strebt auch die SG Nied mit ihren 1700 Mitgliedern eine Fusion mit dem größten und bekanntesten Frankfurter Verein an. Voraussetzung ist die Zustimmung einer Dreiviertelmehrheit bei der Mitgliederversammlung am 8. Mai.

„Der Investitionsstau ist einfach zu groß geworden“, sagt Heiko Walldorf, Geschäftsführer der SG Nied. Die erforderlichen Sanierungsarbeiten kann der Klub weder personell noch finanziell alleine bewältigen. „Ohne die Stadt würde es uns schon gar nicht mehr geben“, sagt Walldorf. Vor einem Jahr hat sich die SG Nied mit einem Hilferuf an die Stadt gewandt, die wiederum hat sich bei der Eintracht gemeldet. „Aufgrund der Größe des Vereins haben wir für den Sport in Frankfurt eine gewisse allgemeine Verantwortung“, sagt Dieter Burkert, Vizepräsident und geschäftsführendes Präsidiumsmitglied der Eintracht. Rund 12 000 der 91 000 Mitglieder sind in den Sportabteilungen aktiv.

So läuft die Fusion

Um unter das Dach von Eintracht Frankfurt zu kommen, muss bei der Mitgliederversammlung der SG Nied am 8. Mai eine Dreiviertelmehrheit der Fusion zustimmen. Anschließend muss jedes einzelne Mitglied einen neuen Mitgliedsantrag bei der Eintracht stellen. Dabei wird das Vereinseintrittsdatum von der SG Nied übernommen. tim

„Wir sehen Nied als riesengroßes Potenzial“, sagt Michael Otto, ebenfalls geschäftsführendes Präsidiumsmitglied. Unter der Turnhalle befindet sich eine ehemalige Kegelbahn, die der Größe einer Dreifeldhalle entspricht und für den Kampfsport hergerichtet werden könnte. Bei der Eintracht sind vier verschiedene Kampfsportarten in der Turnabteilung angesiedelt, die SG bietet Judo und Karate an. „Wir denken darüber nach, die Kampfsportarten in einer Abteilung zu bündeln“, sagt Otto. Für das Jahr 2021 hat die Eintracht bereits 600 000 Euro für die Hallensanierung in den Haushalt eingestellt. Der gleiche Betrag soll auch in den nächsten zwei Jahren fließen. Auch auf dem Gelände sind Investitionen geplant, in welcher Form ist aber noch unklar. Priorität hat die Halle. Die Namen Nidda-Halle und Nidda-Kampfbahn, wie die Tartanbahn heißt, werden beibehalten. Statt dem Wappen der SG Nied würde dort jedoch künftig das Wappen mit dem roten Adler prangen.

„Es ändert sich für die Nieder nichts“, sagt Otto, „es wird nur besser.“ Die Gespräche mit dem Vorstand und den Abteilungsleitern liefen auf Augenhöhe, und „wir sehen viele Ergänzungen und Synergieeffekte“. Die Eintracht würde die fünf Mitarbeiter:innen des Vereins sowie die Honorarkräfte und ehrenamtlich Tätigen übernehmen. Otto und Burkert betonen, die Fußballabteilung nicht in Richtung Westen erweitern zu wollen.

Um die Sorgen ihrer Vereinsmitglieder auszuräumen, hat die SG eine eigene Telefonhotline geschaltet. Außerdem ist eine weitere Informationskampagne geplant. „Niemand wird an den Riederwald fahren müssen, um dort seinen Sport zu machen“, betont Walldorf. Das Sportangebot wird auch weiter im Stadtteil stattfinden. Das bislang dreistufige Mitgliedbeitragsmodell fällt weg. „Die Beiträge werden jetzt sogar für alle günstiger“, sagt Walldorf.

Auf die Frage, ob die Eintracht jetzt immer bereitsteht, wenn Vereine in finanzielle Schieflage geraten, sagt Burkert: „Das muss dann jeweils entschieden werden.“ Es gebe immer wieder Sportarten wie Cricket, Bowling oder Kegeln, die bei der Eintracht mit dem Gedanken anklopften, diese verhelfe ihnen zu einer Sportstätte. „Das können wir gar nicht, denn es gibt keine“, sagt Burkert. Deshalb sei er froh, dass die Eintracht bald eine weitere Sportstätte dazubekommen könnte.

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