Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Schals und Fahnen in der Kurve – so ein Bild gab es lange nicht im Waldstadion zu sehen.
+
Schals und Fahnen in der Kurve – so ein Bild gab es lange nicht im Waldstadion zu sehen.

Frankfurt

Im Zeichen der Fankurve

  • Fabian Böker
    VonFabian Böker
    schließen

Ein Frankfurter Künsterkollektiv malt Bilder der Eintracht-Fanszene auf ein ganzes Haus. Es will damit den Wert der Fankurve für denm Fußball betonen.

Das Künstlerkollektiv „Frankfurter Farbe“ hat wieder zugeschlagen: Nachdem bereits mehrere einzelne Hauswände im Stadtgebiet im Zeichen der Frankfurter Eintracht verschönert wurden, haben sie sich nun einfach gleich ein ganzes Haus vorgenommen. Es steht in der Westerbachstraße, zwischen Rödelheim und Sossenheim, direkt an der Auffahrt zur A 648, und das Thema ist sofort von der Straße aus zu erkennen: die Frankfurter Fankurve.

„Ohne die Kurve ist alles nichts“, steht in großen Lettern an der seitlichen Wand der Hausnummer 179. Der Spruch erstreckt sich dabei über zwei Bilder, die über das letzte Vierteljahr gemalt wurden, und zwar annähernd so, als wären es tatsächlich Fotos. Das eine zeigt die Nordwestkurve bei einem Pokalspiel; zu sehen sind Schals in Nahaufnahme hinter einer für Pokalspiele typischen Zaunfahne. Die andere Seite führt die Betrachter und Betrachterinnen zum Pokalsieg 2018 im Berliner Olympiastadion, in Form der Pyroshow, die es damals zum Beginn der zweiten Halbzeit zu sehen gab.

Frankfurter Farbe

Mehr Infos gibt es unter frankfurterfarbe.de

Dieses Bild – mit dem Spruchband „Totgesagte leben länger“ – sei ganz bewusst gewählt worden, sagt einer der Künstler. Nach nunmehr fast zwei Jahren, in denen die aktive Fanszene nicht im Stadion war, könne man sich ja ausmalen, wie so ein Titelgewinn emotional ablaufen würde, wenn die Kurve nicht dabei sei.

Ohne das Herzstück des Stadions wäre es, wie der Künstler sagt, so öde und traurig wie der Fußballalltag der vergangenen beiden Jahre. Für ihn sei es immer noch schmerzhaft, den Spielbetrieb von außen zu verfolgen, der einen Teil – und nun durch die kommenden Geisterspiele wieder alle – Zuschauer und Zuschauerinnen ausschließe. „Wir wollen mit dem Haus ein Zeichen setzen, dass wir als Kurve noch da sind und dass wir mit der gleichen Power zurückkommen werden, die wir vor der Pandemie hatten.“ Wenn es die Gegebenheiten zulassen und die Beschränkungen aufgehoben werden, werde auch die Kurve wieder da sein, ist er sich sicher.

Die bisherigen Werke des Kollektivs sind über mehrere Stadtviertel verteit. In Bockenheim grüßt Charly Körbel mit dem UEFA-Cup in der Hand von einer Wand; die Eintracht-Legende hat sogar selbst per Sprühdose unterschrieben. Im Oeder Weg prangt ein Waldstadion-Wimpel an einer Wand, im Westend der 2018 gewonnene DFB-Pokal. In Bornheim ist eine alte fotorealistische Aufnahme des alten Waldstadions zu sehen, mit Blick aus dem G-Block, dem früheren Zuhause der Fanszene, aufs Spielfeld.

Das Haus ist auch von der Autobahn aus gut zu sehen.
Einer der Künstler bei den letzten Feinheiten.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare