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Die Porträts der Frankfurter Künstlerin Sigrid Palmer sind bei Kunden des Frankfurter Kunstsupermarktes beliebt.

Kunstsupermarkt

Kunst zu kleinen Preisen

  • Anja Laud
    vonAnja Laud
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In der Frankfurter Innenstadt öffnet am Montag ein Kunstsupermarkt. 80 Künstlerinnen und Künstler bieten über 5000 Arbeiten zum Kauf an.

In der Neuen Rothofstraße 17 nahe der Hauptwache öffnet am Montag ein ungewöhnlicher Supermarkt. Dort gibt es nicht Lebensmittel oder das in Zeiten der Pandemie so begehrte Toilettenpapier, sondern Kunstwerke von 80 nationalen und internationalen Künstlerinnen und Künstlern zu kaufen. Und das nicht für großes Geld. Im Frankfurter Kunstsupermarkt ist ein Gemälde schon für 69 Euro zu haben.

Große und kleinere Gemälde hängen in dem Pop-up-Store in Petersburger Hängung dicht an dicht bis an die Decke. Im Verkaufsraum stehen in langen Reihen spezielle Boxen, in denen sich Kundinnen und Kunden durch die Kunstwerke der einzelnen Künstlerinnen und Künstler blättern können. Seit Mittwoch ist Julia Loytved zusammen mit ihrem Team dabei, die Acryl-, Ölbilder, Aquarelle, Fotografien und Kleinplastiken, die im Kunstsupermarkt bis Samstag, 23. Januar, angeboten werden, für den Verkauf zu präsentieren.

„Viele Menschen scheuen sich, in Galerien zu gehen, auch wenn sie gerne ein Kunstwerk erstehen würden. Bei uns gibt es diese Schwellenangst nicht. Alles, was hier angeboten wird, hat ein Preisschild und ist erschwinglich“, sagt Julia Loytved.

Frankfurter Kunstsupermarkt

Der Frankfurter Kunstsupermarkt öffnet am Montag, 9. November, in der Neuen Rothofstraße 17. Dort stellen bis Samstag, 23. Januar 2021, 80 nationale und internationale Künstlerinnen und Künstler über 5000 Werke aus. Die Kundschaft kann dort zu Fixpreisen zwischen 69 Euro und 359 Euro Acryl- und Ölbilder, Aquarelle, Fotokunst sowie Kleinplastiken erwerben. In einem höheren Preissegment wird zudem eine große Auswahl an großformatigen Gemälden angeboten Öffnungszeiten: Montags bis freitags 11 bis 19 Uhr, Samstags von 10 bis 19 Uhr. Wer mag, kann auch online im Kunstsupermarkt stöbern. lad www.kunstsupermarkt.de

Die Marburgerin und ihr Partner Mario Teres hatten die Idee, im Herbst und Winter in leeren Geschäften in verkaufsträchtigen Lagen über einen begrenzten Zeitraum zeitgenössische Kunst anzubieten und so professionellen Künstlerinnen und Künstlern zu helfen, ihre künstlerische Arbeit zu finanzieren. Den ersten Kunstsupermarkt eröffneten sie 1998 in ihrer Heimatstadt. Ein Jahr später folgte Frankfurt. Inzwischen gibt es die saisonalen Kunstsupermärkte auch in Berlin, Hamburg, Wien und Solothurn. Der auf der Nordseeinsel Sylt ist das ganze Jahr über geöffnet.

Mangel an Künstlerinnen und Künstlern, die mit ihnen zusammen arbeiten wollen, haben Julia Loytved und Mario Teres nicht. 80 Kunstschaffende bieten im Frankfurter Kunstsupermarkt ihre Arbeiten an. Viele, die dort ausstellen, tun das zur Freude der Kundschaft schon seit Jahren. Stammkundinnen und -kunden steuerten jedes Jahr gezielt die Boxen ihrer Lieblinge an, um zu sehen, was sie Neues zu bieten haben, erzählt Julia Loytved. Die Frankfurter Malerin Sigrid Palmer mit ihren expressiven Porträts gehöre zu den Publikumslieblingen. „Aber auch der Street-Art-Künstler Golif ist beliebt. Und der neuseeländische Künstler Nick Fedaeff.“

Kunstsupermarkt-Gründerin Julia Loytved bei der Arbeit.

Aus insgesamt über 5000 Unikaten können die Kundinnen und Kunden des Kunstsupermarktes wählen. Zumindest gleich nach dessen Eröffnung. Es wird zwar wie in einem richtigen Supermarkt Ware nachgelegt. „Die Ausstellung ist dynamisch“, sagt die Marburgerin. Allerdings in begrenztem Maß. Bilder ausländischer Künstler könnten wegen Corona nicht so rasch über die Grenze kommen. „Wer speziell von einem Künstler etwas haben will, muss schnell sein“, sagt sie.

Der Trend, es sich in der Pandemie zu Hause gemütlich zu machen, lässt nicht nur in Baumärkten die Kassen klingeln. Er belebt auch den Kunstmarkt. „Wer in diesem Jahr Geld gespart hat, weil er nicht verreist ist, leistet sich ein Kunstwerk, das ihm Freude bereitet“, sagt Julia Loytved.

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