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So ist es brav: Hobbit singt dem Weihnachtsmann (rechts) ein Lied vor.

Frankfurter Zoo

Weihnachtsbaum für FR-Vogel

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Seit Herbst 2011 ist der neuseeländische Bergpapagei Hobbit – gut zu erkennen am FR-grünen Fußring – im Frankfurter Zoo. Natürlich hat ihm die FR auch einen Weihnachtsbaum gebracht.

Hobbit! Hooooobbit! Ja, wo bleibt er denn? Sonst ist der vorwitzige FR-Patenvogel doch immer sofort da, wenn Chefredakteur Arnd Festerling ihm erlesene Schätze und einen Weihnachtsbaum bringt. Nicht unbedingt wegen der erlesenen Schätze – mehr, um den Gästen in die Ohren zu beißen und ihnen die Kugelschreiber zu klauen. Aber heute?

„Schon wiiiieder ein Weihnachtsbaum!“, hört man ihn aus dem Gebüsch maulen. Gut, es ist der zweite in diesem Jahr. Den ersten haben ihm Kinder gebastelt. Aber unserer trägt gesunde alte Obstsorten mit unheimlich viel Vitamin C! Und Strohsterne! Und weiteres Zeug aus Holz, auf dem „Creatives Basteln“ stand – das musste natürlich mit, denn wenn hier jemand kreativ ist, dann Hobbit, unser kluger Kea.

Myrthe hat die Hosen an

Hooooobbit! Schau! Strohsterne! „Er ist ein bisschen schüchtern heute“, sagt Zootierpflegerin Amalie Prott. Angeblich hat Myrthe inzwischen die Hosen an, Hobbits Freundin. „Die nimmt ihm alles weg, die ist total verspielt und neugierig.“ Vor zwei Wochen, als die Frankfurter Keas im HR-Fernsehen zu sehen waren, schnappte sich noch Hobbit den Zwieback, um ihn im Teich einzuweichen. So kann sich das Blatt wenden.

Unser Baum ist natürlich in erster Linie für den FR-Patenpapagei gedacht. Und da kommt er ja auch schon angehüpft. Na, was sagst du? Hobbit rümpft den Schnabel: „Kein Laserschwert?“

Der Chefredakteur geht voll in seiner Rolle als Christbaumständer auf. „Wenn der Hobbit nicht zum Baum kommt, kommt der Baum eben zum Hobbit“, sagt er und nähert sich mit vorgehaltener Tanne dem grünen Vogel. Der schnappt sich zielsicher die Kette aus Strohsternen und zieht triumphal von dannen – bevor Myrthe im Hintergrund die Beute übernimmt. Erschütternd. Doch der moderne Kea-Hahn von heute weiß sich zu helfen: Er nutzt die günstige Gelegenheit, Porträtfotos beim Profi machen zu lassen, und hätte dann gern auch die Kamera des FR-Fotografen Peter Jülich. „Ah, die EOS 5D Mark III“, fachsimpelt Hobbit: „Darf ich mal?“ Jülich reagiert professionell zurückhaltend: „Nein. Ich weiß, was du mit den Kulis der Kollegen machst.“ – „Üch?“

Seit Herbst 2011 ist der neuseeländische Bergpapagei Hobbit – gut zu erkennen am FR-grünen Fußring – im Frankfurter Zoo. Noch in demselben Jahr wurde er ins Rundschau-Team aufgenommen. Da waren seine Brüder Ikea und Blacky Fuchsberger natürlich neidisch, ebenso der Gehege-Vorsitzende Robin. Und, wie man sieht, zu recht: Die drei Kollegen sind inzwischen in andere europäische Tierparks umgezogen. Nur Hobbit ist immer noch im weltberühmten Frankfurter Zoo. Tja, wie heißt es so schön? Wer schreibt, der bleibt.

„Was habt ihr denn da?“ Als ob er das nicht wüsste. Einen FR-Kugelschreiber haben wir da. Und den möchten wir gern behalten. Der enorme Vorteil am traditionellen Dezember-Besuch bei den Keas ist, dass man dann die grünen Weihnachtsmann-Mützen aufsetzen und über die Ohren ziehen kann. Somit fehlt dem Vogel der direkte Zugriff auf die empfindlichen Stellen.

Gnade des Schnabels

Wer je vom Hobbit ins Ohr gebissen wurde, der weiß, wie es ist, wenn ein Körperteil verloren geht. Erstaunlicherweise haben aber weder der Chefredakteur Festerling noch sonst ein Mitarbeiter ein Ohr im Kea-Gehege eingebüßt, jedenfalls nicht wissentlich. Es gab noch nicht einmal Blut, obwohl es sich anfühlte, als hätte ein Jedi-Ritter zugeschlagen. „Nicht geblutet?“ Tierpfleger Wilfried Altmann wirkt überrascht. „Die können mit dem Schnabel auch anders.“ Aber – das heißt ja: Wenn er gewollt hätte, unser Hobbit … er hat uns verschont. Ist das nicht rührend?

Als wir das Gehege verlassen, naschen Myrthe und Hobbit vom gelben Apfel der Erkenntnis. Da bahnt sich was an, 2016 soll die junge Dame eventuell soweit sein, ihr erstes Ei zu legen. Die Vorfreude in der Redaktion ist groß. Und nächste Weihnachten gibt es dann wieder Geschenke – ach was, schon Ostern. Altmanns Tipp: „Die haben gern etwas, das sie auspacken können.“ Wir werden es beherzigen. „Ein Laserschwert“, krächzt uns Hobbit hinterher. „Zwei“, ruft Myrthe.

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