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IHK-Präsident lobt Josefs Stadtkonzept

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Ulrich  Caspar wünscht sich einen „politischen Beschluss“ über das Istek. Dies wäre ein wichtiges Signal für die hiesige Wirtschaft.

Viel Beifall heimste Frankfurts Planungsdezernent Mike Josef (SPD) ein, als er jetzt in der Industrie- und Handelskammer das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (Istek) vorstellte. IHK-Präsident Ulrich Caspar sprach von einem „großen Schritt nach vorne“. Endlich liege ein roter Faden für die Zukunft der Stadt vor, eine „ausgewogene Strategie“.

Caspar urteilte, dass die weitere Entwicklung Frankfurts „zu Lasten stadtnaher bisheriger landwirtschaftlicher Flächen erfolgen muss“, unter anderem im Norden auf beiden Seiten der Autobahn A5. Doch dies reiche nicht aus, um die hohe Nachfrage nach Wohnungen in Frankfurt zu befriedigen. Daher sei auch die Region aufgerufen, Flächen zu entwickeln, sagte der IHK-Präsident.

Caspar nannte es wünschenswert, ein mögliches neues Gewerbegebiet am Autobahnkreuz A5/A661 „ergebnisoffen für eine Entwicklung zu prüfen“. Dagegen sprechen sich bisher die Grünen aus, weil teilweise der Grüngürtel berührt werden würde. Der IHK-Präsident verwies darauf, dass der Masterplan Industrie der Stadt einen Bedarf von 128 bis 178 Hektar an Gewerbeflächen prognostiziere. Dem stehe ein Angebot von nur 85 Hektar gegenüber.

Caspar wünschte sich einen „politischen Beschluss“ über das Istek. Dies wäre ein wichtiges Signal für die hiesige Wirtschaft. Planungsdezernent Josef hat die Hoffnung, dass CDU und Grüne noch das Istek beschließen.

Der Bund Deutscher Architekten (BDA) erwartet, „dass das Werk nicht in der Schublade verschwindet, sondern als lebendiger und dynamisch zu pflegender Handlungsrahmen tatsächlich Eingang in das Planungsgeschehen findet“. Die Stadt sollte aus Sicht des BDA mehr Grund und Boden erwerben. Damit Leben in künftige Quartiere einzieht, müsse die Kommune das Management von wichtigen Erdgeschossflächen übernehmen.

Die Aussagen des Istek zu Klimaschutz und Mobilität kritisieren die Architekten als „eher diffus und allgemein“. Die Gefahren und Belastungen für die Menschen von der Luftqualität über Lärm, Verkehrsdichte und Bodenversiegelung könnten nur in Zusammenarbeit der Kommunen im Rhein-Main-Gebiet bewältigt werden. Der BDA will „Wachstum nachhaltig gestalten“. 

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